Boko Haram tötete seit Jänner mehr als 1.000 Zivilisten

26. März 2015, 14:57
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Human Rights Watch: Regierung muss Schutz der Zivilbevölkerung zur Priorität machen

Abuja – Die islamistische Terrormiliz Boko Haram hat nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation allein seit Jänner mehr als 1.000 Zivilpersonen getötet. Die sunnitischen Fundamentalisten haben im Nordosten Nigerias und den Nachbarländern gezielt Dörfer angegriffen und dabei viele Menschen getötet und entführt, teilte Human Rights Watch am Donnerstag mit.

Die Schätzung der Opferzahl stützt sich demnach auf Medienberichte und Interviews mit Flüchtlingen aus der umkämpften Region. "Jede Woche erfahren wir von noch brutaleren Übergriffen Boko Harams gegen die Zivilbevölkerung", sagte der Nigeria-Experte der Organisation, Mausi Segun. Die nigerianische Regierung müsse bei den andauernden Militäroperationen den Schutz der Zivilbevölkerung zur Priorität machen.

Die nigerianischen Streitkräfte und die Truppen der Nachbarländer Tschad und Niger hatten zuletzt mehrere militärische Erfolge im Kampf gegen Boko Haram verkündet. Die Organisation terrorisiert seit 2009 den Nordosten Nigerias. Bei Anschlägen und Angriffen kamen bis Ende des Vorjahres mindestens 13.000 Menschen ums Leben, 1,5 Millionen sind vor der Gewalt geflohen. (APA, 26.3.2015)

  • Eine Boko-Haram-Wandmalerei in Damasak.
    foto: reuters/penney

    Eine Boko-Haram-Wandmalerei in Damasak.

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