Heta-Schuldenschnitt ruft EZB auf den Plan

26. März 2015, 16:01
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Bei Banken in Eurozone Rückstellungen für Österreich-Engagement abgefragt

Wien/Frankfurt/Klagenfurt – Der geplante Schuldenschnitt bei der früheren Hypo Alpe Adria, nun Heta, ruft Finanzkreisen zufolge die Europäische Zentralbank (EZB) auf den Plan. Die Zentralbank habe Banken in der Eurozone aufgefordert, ihr Österreich-Engagement offenzulegen. Außerdem will die EZB wissen, wie viel im Zusammenhang mit dem Heta-Schuldenschnitt zurückgestellt wird.

Neben einem Rundschreiben habe die EZB dazu auch eine Videokonferenz organisiert, sagten mehrere mit dem Vorgehen vertraute Personen. Die EZB wollte sich nicht dazu äußern.

Beschwerden bei EU-Kommission

In der Causa rund um die frühere Hypo gibt es zudem wegen des Zahlungsmoratoriums mehrere Beschwerden von Gläubigern, hieß es am Donnerstag in Kreisen der EU-Kommission in Brüssel. Konkrete Namen wurden aber keine genannt.

Die Brüsseler Behörde prüfe die Beschwerden, doch sei die österreichische Vorgangsweise sowohl was die Anwendung der Banken-Abwicklungsrichtlinie BRRD als auch den Schuldenschnitt betrifft rechtens. (APA, 26.3.2015)

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