Frauenthal 2014 noch leicht in den roten Zahlen

26. März 2015, 13:37
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Umsatzwachstum im Automotive-Bereich erwartet

Wien - Der börsennotierte Sanitärgroßhändler und Autoindustriezulieferer Frauenthal konnte 2014 durch den Verkauf des Geschäftsbereichs Schwere Stahlfedern und Stabilisatoren und dem Zukauf der ÖAG AG den Konzernverlust von 30,9 auf 1,8 Mio. Euro verringern. Der Umsatz der verbliebenen Geschäftsbereiche Automotive und Handel (SHT) - inklusive ÖAG - stieg um 36,5 Prozent auf 637,4 (467) Mio. Euro.

Die beiden fortzuführenden Geschäftsbereiche schlossen das Geschäftsjahr mit einem Nettogewinn von 15,1 (-5,4) Mio. Euro ab, der aufgegebene Geschäftsbereich erlitt einen Verlust von 16,9 (-25,5) Mio. Euro.

"Unsere Gruppe besteht jetzt aus einem redimensionierten, strategisch gut aufgestellten und ertragreichen Automobilzuliefergeschäft sowie einem gewinnbringenden Großhandelsbereich mit erheblichen Synergiepotenzial", so Frauenthal-Vorstand Martin Sailer am Donnerstag in einer Presseaussendung.

Der Umsatzanstieg 2014 ist laut Aussendung der Gruppe auf die Akquisition der ÖAG AG in Höhe von 142,5 Mio. Euro für die Monate Juli bis Dezember und die erstmals ganzjährige Erfassung der Gnotec-Gruppe zurückzuführen. Die ÖAG ist ein heimischer Großhändler für Sanitär- und Heizungsprodukte. Insgesamt entfielen rund 70 Prozent auf den Bereich Großhandel für Sanitär- und Heizungsprodukte (SHT) und rund 30 Prozent auf den Automotive-Bereich.

Das EBITDA lag mit 35,1 Mio. Euro um 88,7 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres (18,6 Mio. Euro). Bereinigt um Einmaleffekte lag es bei 26,9 Mio. Euro. Die Division Automotive verbesserte das EBITDA um 6,4 auf 13,8 Mio. Euro, bereinigt um diverse Einmaleffekte auf 13,2 Mio. Euro. Der operative Zuwachs sei auf die Gnotec-Gruppe und den Bereich Airtanks zurückzuführen, heißt es. Die Division Handel erzielte ein EBITDA von 24,1 (+9,9) Mio. Euro, bereinigt um Einmaleffekte waren es 16,5 Mio. Euro.

Das Betriebsergebnis (EBIT) der fortzuführenden Bereiche lag bei 22,1 (1,6) Mio. Euro, bereinigt bei 15,1 (11,2) Mio. Euro. ). Im bereinigten Ergebnis sind außerordentliche Effekte aus der Erstkonsolidierung der ÖAG nicht enthalten.

Das Eigenkapital sank von 91,6 auf 85,6 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote verringerte sich durch den ÖAG-Zugang von 25,7 auf 22,9 Prozent.

Für 2015 wird der Abschluss der Integration zwischen der SHT Haustechnik AG und der zugekauften ÖAG AG angestrebt. In der Division Automotive gibt es laut Unternehmensmitteilung nach dem konjunkturell schwierigen Geschäftsjahr 2014 erste Anzeichen einer leichten Besserung der wirtschaftlichen Lage in 2015. In diesem Bereich werde auch ein Umsatzzuwachs erwartet, der auf den Zugang von Gnotec Motala, das Hochfahren der Produktion bei Gnotec Kunshan in China und die positive Marktentwicklung im PKW-Bereich zurückzuführen sei. Die Zielsetzung des Aufbaus einer neuen - nicht näher definierten - "dritten Division" bleibe aufrecht.

Die Frauenthal-Aktie, sie seit 1991 an der Wiener Börse notiert, wird an der Wiener Börse per 1. Mai vom Marktsegment Prime Market in den Standard Market Auction wechseln. Grund seien Änderungen der Berechnungsgrundlage für Streubesitzfaktoren, so das Unternehmen.

Heute, gegen Mittag, notierte die Aktie an der Wiener Börse mit 9,00 Euro um über 2 Prozent unter dem gestrigen Schlusskurs. (APA, 26.3.2015)

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