In Graz werden pro Kopf die meisten Fahrräder gestohlen

26. März 2015, 12:22
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Die Zahl der Diebstähle stieg 2014 österreichweit um 6,1 Prozent. Sicherste Hauptstadt ist Salzburg, sicherstes Land das Burgenland

Wien - Zum vierten Mal in Folge ist in Österreich die Zahl der angezeigten Fahrraddiebstähle gestiegen. 28.274 Fahrräder wurden im vergangenen Jahr entwendet, das ist ein Zuwachs von 6,1 Prozent gegenüber 2013, berichtet der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) unter Berufung auf Zahlen des Innenministeriums.

Mit Ausnahme Vorarlbergs, wo die Diebstähle im Vergleich zu 2013 um 39 Prozent zurückgingen, vergriffen sich Diebe in allen Bundesländern häufiger als im Jahr davor an fremden Rädern. Prozentuell am stärksten war die Zunahme in Tirol mit 23,5 Prozent, am geringsten in Wien mit 0,5 Prozent.

Wenigste Anzeigen im Burgenland

Zwei Drittel der Delikte wurden in den Landeshauptstädten registriert, wobei in Graz mit 10,5 Diebstählen je 1.000 Einwohner der höchste Wert gemessen wurde. Wien liegt mit 5,3 Diebstählen je 1.000 Einwohner bei der Hälfte dieser Quote, die Stadt Salzburg ist mit 3,9 entwendeten Fahrrädern je 1.000 Einwohner am sichersten.

Den Bundesländervergleich führt Wien mit dem erwähnten Wert von 5,3 an, im Burgenland müssen sich Fahrradbesitzer mit 1,8 Diebstählen pro 1.000 Einwohner die geringsten Sorgen machen. Österreichweit wurden pro 1.000 Einwohner 3,3 Fahrraddiebstähle angezeigt.

Bescheidene Aufklärungsquote

In den vergangenen 15 Jahren wurden in Österreich nur 2003 mehr Fahrräder gestohlen als vergangenes Jahr. 29.546 Stück wurden damals Gegenstand unerlaubter Selbstbedienung. In Österreich gibt es derzeit laut VCÖ mehr als sechs Millionen Räder.

Zur Vorbeugung von Diebstählen empfiehlt der Verein, Räder auch mit einem Schloss zu sichern, wenn sie nur für kurze Erledigungen abgestellt oder in grundsätzlich versperrten Stiegenhäusern beziehungsweise in designierten Fahrradräumen geparkt werden.

Bei wertvolleren Exemplaren rät der VCÖ den Besitzern zum Abschluss einer Versicherung. Die Aufklärungsquote bei Fahrraddiebstählen lag im Vorjahr nämlich nur bei bescheidenen 5,5 Prozent.

Am erfolgreichsten waren die Ermittler in Vorarlberg (Aufklärungsquote 16,4 Prozent) und im Burgenland (13,3 Prozent), am leichtesten kamen Diebe in Wien (3,4 Prozent) davon. (mcmt, derStandard.at, 26.3.2015)

  • Die Ermittlungserfolge bei Fahrraddiebstählen halten sich in Grenzen.
    foto: apa/barbara gindl

    Die Ermittlungserfolge bei Fahrraddiebstählen halten sich in Grenzen.

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