Abelpreis für die Mathematiker John F. Nash jr. und Louis Nirenberg

25. März 2015, 12:53
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Nash ist seit dem Spielfilm "A Beautiful Mind" auch einer breiten Öffentlichkeit bekannt

Oslo - Der US-Mathematiker John Forbes Nash jr. (86) und sein kanadischer Kollege Louis Nirenberg (90) erhalten den gerne als Nobelpreis für Mathematik bezeichneten Abelpreis. Wie die norwegische Wissenschaftsakademie bekanntgab, soll damit ihre Arbeit zu nichtlinearen partiellen Differentialgleichungen und deren Anwendung auf geometrische Analysis gewürdigt werden. In der Praxis lässt sich dies auf so unterschiedliche Themenfelder wie die Forschung zu Tsunamis, Verkehrsstaus oder zum Blutkreislauf anwenden.

"Giganten"

Als "zwei der Giganten der Mathematik im 20. Jahrhundert" wurden die beiden Preisträger gewürdigt, die in den 1950er-Jahren großen Einfluss aufeinander gehabt hätten, auch wenn sie nicht zusammenarbeiteten, so die Jury. Nash widmete sein Leben an der Universität Princeton und dem Massachusetts Institute of Technology der Forschung. Nirenberg arbeitete am Courant Institute of Mathematical Sciences der Universität New York.

Nash, der 1994 für seine Erkenntnisse auf dem Gebiet der Spieltheorie den Wirtschafts-Nobelpreis bekam, wurde 2001 auch außerhalb seines Fachgebiets einer breiten Öffentlichkeit bekannt, als der Spielfilm "A Beautiful Mind" über seine Lebensgeschichte in die Kinos kam. Verkörpert wurde Nash darin von Russell Crowe.

Hintergrund

Mit dem renommierten Preis, der als eine der wichtigsten wissenschaftlichen Auszeichnungen der Welt gilt, zeichnet die norwegische Wissenschaftsakademie alljährlich herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Mathematik aus.

Der Preis ist mit sechs Millionen norwegischen Kronen (umgerechnet knapp 700.000 Euro) dotiert und wird seit 2003 vergeben. Überreicht wird er am 19. Mai vom norwegischen König in Oslo. (red, derStandard.at, 25.3.2015)

  • Die Abelpreisträger 2015: John Forbes Nash jr. (links) und Louis Nirenberg.

    Die Abelpreisträger 2015: John Forbes Nash jr. (links) und Louis Nirenberg.

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