Vranitzky teilt SPÖ-Kritik an Linzer Bürgermeister Luger

24. März 2015, 15:52
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Distanzierung von Grauen Wölfen gefordert

Wien – Die SPÖ-internen Kritiker des Linzer Bürgermeisters Klaus Luger (SPÖ) erhalten laut "Kurier" prominente Unterstützung. Wie die Tageszeitung am Dienstag berichtet, hat sich Altkanzler und Ex-SPÖ-Chef Franz Vranitzky in einem persönlichen Schreiben an Luger gewandt. In dem Brief soll Vranitzky den Stadtchef an den SPÖ-Bundesparteitagsbeschluss vom November 2014 erinnert haben. Damals wurde beschlossen, gegen jede Unterstützung und Zusammenarbeit mit den "Grauen Wölfen" (Anhänger der rechtsextremen türkischen Partei MHP) und ihren Vorfeldorganisationen konsequent vorzugehen.

Eine Kopie des Vranitzky-Briefs soll unter anderem an Bundeskanzler Werner Faymann gegangen sein, heißt es in dem Bericht. Klaus Luger bestätigte laut "Kurier" den Erhalt des Schreibens. Seine Reaktion: "Ich werde Vranitzky genauso persönlich antworten wie den 70 Unterzeichnern des offenen Briefes."

Kritik von mehreren Seiten

Zuvor hatten 68 Künstler und Wissenschafter, darunter Elfriede Jelinek und Günter Wallraff, den Linzer Bürgermeister in einem offenen Brief aufgefordert, er solle sich vom türkischen Verein Avrasya, einem Teil der rechtsextremen, antisemitischen Gruppierung der Grauen Wölfe, distanzieren.

Außerdem kündigten kurdische und alevitische Vereine in einem eigenen Brief an Luger an, "am Maiaufmarsch der Linzer SPÖ nur dann teilzunehmen, wenn sie nicht gemeinsam mit Rechtsextremisten marschieren müssen". (red, derStandard.at, 24.3.2015)

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