"Bloodborne": Kritiker bejubeln die "brillante" Lust am Sterben

Presseschau24. März 2015, 10:06
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Internationale Höchstwertungen und viel Blutschweiß für das Hardcore-Rollenspiel

Mit der "Souls"-Reihe hat sich der japanische Hersteller From Software für immer in die Herzen der Hardcore-Gamer eingebrannt. Während Videospiele heutzutage immer zugänglicher werden, stoßen diese Action-Rollenspiele Abenteurer mit einer Härte vor den Kopf, wie man sie vor allem von den Anfängen des Mediums kennt. Mit "Bloodborne" bleibt das Studio seinen Wurzeln treu, verpasst dem Konzept jedoch spielerisch einen frischen Anstrich und zwingt Besucher einer düsteren, von Monstern verseuchten Welt ohne wirkungsvolle Defensivstrategien zum Angriff. Ein Rezept, das den Testern der Fachmagazine offenbar bekommt und zu Lobpreisungen anregt. "Bloodborne" erscheint am 25. März für PlayStation 4.

Prachtvoll und grotesk

"'Bloodborne' ist so prachtvoll wie grotesk, eine harsche, unnachgiebige Übung darin, geschlagen zu werden, während man sich entlang dieses schmerzhaften Weges dennoch angespornt fühlt", schreibt Tester Jim Sterling. "Obgleich es durch und durch ein 'Souls'-Game ist, ist der methodische Wechsel und der langsame Fortschritt genug, um dem Erlebnis ein ganzheitlich neues Feeling zu verleihen. 'Bloodborne' ist etwas wahrhaft Besonderes - ein barbarisches Horror-Rollenspiel, dass in perfekter Weise gibt und nimmt und in einer perversen Welt verpackt ist, die sich weigert, einen gehen zu lassen."

Über 30 Stunden dauert ein Durchlauf, wobei die Designer diesmal randomisiert generierte Chalice Dungeons eingeflochten haben, um Spielern Anreize zu geben, erneut auf die Jagd zu gehen. Hinzu kommt eine Mehrspieler-Option. "Diese Dungeons haben jedes Mal aufs Neue einzigartige Layouts, Fallen und sogar ein paar neue Bosse und man kann sie gemeinsam (Co-op für bis zu 3 Spieler) oder alleine aufsuchen. Mit Co-op und PvP und prozedural generierten Layouts könnten Chalice Dungeons dem Spiel einen längeren Atem verpassen, als vorangegangenen Teilen", so die Seite Destructoid.

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Zwang zur Aggression

Schwächen erlaube sich das Spiel sehr wenige und wenn, seien sie in Details zu finden. Beispielsweise enerviere es manchmal, dass zu Boden geworfene Gegner kurzzeitig geschützt sind, bis sie wieder aufgestanden sind. "Es ist ein blutgetränktes Horror-Schmuckstück, das lediglich die leichtesten Sprünge in seiner Fassade aufweist. 'Bloodbornes' ist durch seine rudimentäre Erzählweise, dichte Atmosphäre und ein starkes Kampfsystem erfolgreich, das einen dazu zwingt, aggressiv zu sein", resümiert das Magazin Game Informer.

"Ist 'Bloodborne' besser als 'Dark Souls'? Ich weiß es nicht, und jeder, der meint es zu wissen, ist ein Narr. Ich wusste von Beginn an, dass 'Dark Souls' brillant war, aber es brauchte Monate, bis mir bewusst wurde, welch tief gehendes und komplexes Meisterwerk es war. Das wichtigste an 'Bloodborne' ist, dass es sich trotz Ähnlichkeiten sehr anders spielt und anfühlt. Wer weiß, wie ich mich in ein paar Monaten fühlen werde", mein der Tester von Eurogamer. "Aber der Ersteindruck ist einfach. 'Bloodborne' ist brillant." (zw, derStandard.at, 24.3.2015)

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