Wie viel geben Sie von Ihrem Familienleben auf Facebook preis?

25. März 2015, 05:30
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Berichte, Fotos, Videos: Informationen über die Kinder im Netz stellen die Frage nach der Grenze der Privatsphäre

Zuerst sind es Erzählungen über die Schwangerschaft, dann geht es um die Geburt. Es folgen Berichte über das erste Wickeln, den ersten Zahn, Probleme mit dem Kleinkind. In sozialen Netzwerken und auf Online-Plattformen wird auch über sehr persönliche, intime Details der Kinder gesprochen.

Erst kürzlich hat eine repräsentative Umfrage des University of Michigan Health System in den USA ergeben, dass Mütter und Väter den Austausch über ihre Kinder im Internet suchen. Am meisten wird dabei über den Schlaf des Kindes diskutiert, es folgen die Themen Ernährung, Bestrafung, Kinderbetreuung und Verhaltensauffälligkeiten.

Austausch im Internet

Berichte im Netz haben aufgrund der Anonymität keine direkte Konsequenz für Kinder und können eine gute Stütze beim Austausch mit anderen Eltern sein. Bei Fotos und Videos sieht das aber schon anders aus: Hier gibt es keine Privatsphäre mehr für Kinder.

Während für manche Eltern das Internet für Erzählungen und Fotos oder Videos ihrer Kinder tabu ist, teilen andere jedes Detail. Wo fängt die Privatsphäre des Kindes an, wie wichtig ist sie Ihnen als Elternteil? Haben Sie Videos oder Bilder Ihrer Kinder online geteilt? Denken Sie darüber nach, wie es Ihrem Nachwuchs gehen wird, wenn er nach ein paar Jahren feststellt, dass im Internet private Bilder oder Videos verfügbar sind? Welche Themen diskutieren Sie online, welche nicht? (sni, derStandard.at, 25.3.2015)

  • Welche Infos gibt es online zu Ihren Kindern?
    foto: reuters/dado ruvi

    Welche Infos gibt es online zu Ihren Kindern?

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