Kultur für Asylwerber im Salzburger "Mark"

23. März 2015, 12:39
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Freizeitangebot für junge Flüchtlinge zur sinnvollen Tagesgestaltung

Salzburg – Im ältesten Jugendzentrum Salzburgs, dem Mark.Freizeit.Kultur, sind Asylwerber willkommen. Seit Anfang des Jahres können junge Flüchtlinge jede Kulturveranstaltung bei freiem Eintritt besuchen. Zudem entwickelt das Jugendzentrum mit dem Verein "Menschen leben", der minderjährige Flüchtlinge in Salzburg betreut, derzeit ein Freizeitangebot für junge Flüchtlinge. Ziel sei es, den Jugendlichen sinnvolle Möglichkeiten für die Gestaltung ihres Tages anzubieten und Kontakt zu Einheimischen herzustellen, sagt Geschäftsführer Gerd Pardeller.

Seit Jahren kooperiert das Mark zudem mit dem Verein Neustart. "Jugendliche leisten in einem geschützten Rahmen bei uns ihre Sozialstunden und werden von den Mitarbeitern des Vereins betreut", erklärt Pardeller.

Vermehrt nachhaltige Projekte

Seit 49 Jahren gibt es das Mark nun in Salzburg, im Vorjahr konnte mit 13.000 Besuchern ein neuer Rekord verbucht werden. Seit einem Jahr setzt das Jugendkulturzentrum vermehrt auf nachhaltige Projekte: Im Vorjahr drehte sich bei der Veranstaltung "Doppelnaht" zwei Tage lang alles um Fair-Trade Kleidung, inklusive Nähworkshops, Vorträgen und Designerständen. 2015 findet die Veranstaltung mit dem sogenannten "Mode-Zirkus" eine Fortsetzung.

Auch im laufenden Betrieb spielt Kleidung eine Rolle: Einmal im Monat veranstaltet das Jugendzentrum eine Kleidertauschbörse, damit Second-Hand-Mode nicht im Müll landet. Zudem bietet das Mark jeden Donnerstag eine sogenannte "vegane Volxküche" an, wo Besucher zum günstigen Preis Selbstgekochtes schlemmen können. Daneben dürfen natürlich Konzerte und Partys auch nicht fehlen. (Stefanie Ruep, derStandard.at, 23.03.2015)

  • Salzburgs ältestes Jugendzentrum setzt auf soziale und nachhaltige Projekte. Im Vorjahr verzeichnete das Mark 13.000 Besucher.
    foto: mark.freizeit.kultur/doris mair

    Salzburgs ältestes Jugendzentrum setzt auf soziale und nachhaltige Projekte. Im Vorjahr verzeichnete das Mark 13.000 Besucher.

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