Human Rights Watch kritisiert Angriffe auf Journalisten im Jemen

23. März 2015, 11:11
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Menschenrechtler machen Huthi-Rebellen verantwortlich

Sanaa/Dubai (APA/AFP) - Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat die schiitischen Houthi-Rebellen im Jemen für zahlreiche Angriffe auf Journalisten und Medien verantwortlich gemacht. In den vergangenen Wochen hätten willkürliche Festnahmen und Gewalt gegen Journalisten durch die Miliz zugenommen, erklärte HRW am Montag. Seit Jänner seien zudem drei Redaktionen gestürmt worden.

Aber auch andere Gruppen hätten Medienvertreter angegriffen. Die verschlechterte Sicherheitslage bringe die Medien in dem Land in Gefahr, erklärte der HRW-Arabien-Spezialist Joe Stork. Im Jemen herrschen seit Jahren politisches Chaos und Gewalt. Die Houthi-Rebellen waren seit dem Sommer auf Sanaa vorgerückt, im Jänner übernahmen sie mit der Einnahme des Präsidentenpalastes die Kontrolle über die Hauptstadt.

Der Präsident floh Ende Februar in die südliche Küstenstadt Aden. Nach den Selbstmordanschlägen der sunnitischen Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) auf von den schiitischen Houthi besuchte Moscheen war die Lage am Wochenende weiter eskaliert. (APA, 23.3.2015)

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