Autos brannten in Stockholmer Vorort

23. März 2015, 08:23
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Regierung will Höchstzahl von Asylanten in Auffang-Zentren von 200 auf 650 erhöhen

Stockholm - Am Wochenende hat sich im Stockholmer Vorort Botkyrka eine Serie von Autobränden ereignet. Insgesamt gingen in den Nächten von Samstag auf Sonntag und von Sonntag auf Montag 18 Fahrzeuge in Flammen auf. Die Polizei tappt im Dunkel, geht aber von Brandstiftung aus.

In den vergangenen Jahren gab es in den zumeist Einwanderer-dichten Vororten der schwedischen Hauptstadt immer wieder Krawalle und Verwüstungen. Diese standen meist im Zusammenhang mit verschiedenen anderen Zwischenfällen wie Übergriffen von Rechtsextremisten und Streitereien verschiedener Einwanderergruppen untereinander.

Wegen des anhaltend starken Flüchtlingszustroms nach Schweden will die Regierung nun die Höchstgrenze bei der Aufnahme von Asylanten in einzelnen Heimen und Auffanglagern von 200 auf 650 Personen erhöhen.

Der operative Leiter der Einwandererbehörde, Mikael Ribbenvik, bezeichnete dies als Notlösung und als "nicht zufriedenstellend". Indirekt kritisierte Ribbenvik die Regierung für die Zuteilung von zu geringe Budgetmitteln für geeignete Flüchtlingswohnungen. "Wir werden niemanden auf der Straße stehen lassen", betonte der Behördenchef am Montag in einem Radiointerview. (APA, 23.3.2015)

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