Apple entfernt Antiviren-Apps, weil es "auf iOS keine Viren gibt"

22. März 2015, 14:06
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Das Anbieten von Sicherheitssoftware führe Apple-Nutzer in die Irre, so Apples kolportierte Begründung

Apple hat eine Reihe von Antiviren-Anwendungen und Sicherheitslösungen aus seinem App-Store verbannt. Seit Wochenbeginn wurden über ein dutzend Apps entfernt. Apple soll dies mit der Aussage begründen, dass es für sein mobiles Betriebssystem iOS ja gar keine Viren gebe. Antiviren-Angebote führten daher Nutzer in die Irre, was gegen die Richtlinien des Apple App Stores verstoße. Das berichtet zumindest Jeff Erwin, CEO von Intego, dessen App "VirusBarrier iOS" als eine der ersten Apps entfernt wurde.

Entscheidung von oben

Laut Erwin sei die Entscheidung auf einer hohen Management-Ebene bei Apple gefallen. Er habe sich mehrfach gewehrt, sei aber abgewimmelt worden. Tatsächlich gibt es auch auf iOS immer wieder aggressive Malware, die Nutzer ausspioniert. Laut Business Insider könnte Apple die Entscheidung wieder zurücknehmen, wenn der öffentliche Druck zu stark würde. Das sei in der Vergangenheit bereits bei anderen kontroversen Themen der Fall gewesen. (fsc, 22.3.2015)

  • Apple hat mit der Verbannung von Antiviren-Apps eine Kontroverse ausgelöst
    foto: apa/epa/chang

    Apple hat mit der Verbannung von Antiviren-Apps eine Kontroverse ausgelöst

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