Labels drängen Spotify, Gratis-Modelle einzuschränken

22. März 2015, 11:22
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Werbefinanzierte Services reichten laut Rechteinhabern nicht aus, um Industrie zu finanzieren

Die wichtigsten Musiklabels sollen zur Zeit immensen Druck auf Spotify ausüben, um dessen sogenannte "Freemium"-Modelle zu limitieren. Musikstreamer Spotify bietet auch eine kostenfreie Nutzung an, bei der durch Werbeeinschaltungen Einnahmen generiert werden. Die Rechteinhaber denken aber nicht, dass solche Modelle ausreichen, um Kosten zu decken. Sie befürchten, dass durch das Angebot potenziell zahlungswillige Nutzer verloren gingen.

Limitierungen

Besonders Universal Music soll sich laut TheVerge in den vergangenen Monaten als Meinungsführer gegen Spotify hervorgetan haben. Doch auch die anderen Großkonzerne wie Sony und Warner üben in anstehenden Tarifverhandlungen mit Spotify Druck auf den schwedischen Service aus. Sie wollen ein sogenanntes metrisches System durchsetzen, bei dem nach einer bestimmten Anzahl kostenfrei angehörter Songs Schluss sei.

Spotify: Alternative sind Raubkopien

Spotify verweist hingegen darauf, dass mit Freemium-Modellen jene Nutzer erreicht würden, die sonst komplett auf illegale Kopien ausweichen würden. Es gebe keine seriösen Studien dazu, dass Freemium-Nutzer dem Markt schaden würden, so Spotify weiter. Streaming hat sich in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Einnahmequelle für Rechteinhaber gemausert. Während sie anfangs über das digitale Zubrot froh waren, sehen sie Streaming nun als eine wichtige Säule ihres Geschäfts. Dementsprechend nervöser würden die Labels agieren, beobachtet der Rolling Stone. (fsc, 22.3.2015)

  • Spotify soll Gratismodelle zurückschrauben, fordern Rechteinhaber
    foto: reuters/ruvic

    Spotify soll Gratismodelle zurückschrauben, fordern Rechteinhaber

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