Ried verdrängt Austria von Platz sechs

21. März 2015, 17:58
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Innviertler gewinnen in Generali-Arena erstmals seit August 2010. Trainer Baumgartner vor dem Aus, Wohlfahrt: "Alle in einem Boot"

Wien - Die Wiener Austria ist am Samstag noch tiefer in die Krise getaumelt. Der Fußball-Meister von 2013 kassierte in der 26. Bundesliga-Runde im Heimspiel gegen Ried durch einen Treffer von Denis Thomalla (80.) eine 0:1-(0:0)-Niederlage. Die Austria fiel auf Platz sieben zurück und liegt nach Verlustpunkten schon acht Zähler hinter Rang vier, der auf jeden Fall zur Europacup-Teilnahme berechtigt.

Nicht nur das Ergebnis, auch die Leistung der Austria genügte nicht den eigenen Ansprüchen. Die Innviertler hatten gegen die über weite Strecken ideenlosen Wiener die besseren Chancen und kamen zu einem verdienten Erfolg. Damit dürfte sich der Druck auf "Veilchen"-Trainer Gerald Baumgartner weiter erhöhen.

Maue Austria-Offensive

Der Coach setzte von Beginn an etwas überraschend auf die Teenager Sascha Horvath und Marko Kvasina, dafür saß Philipp Zulechner vorerst auf der Bank. Doch auch mit den beiden Youngsters fiel den Violetten im Angriffsspiel trotz Feldüberlegenheit wenig ein - einzige Ausbeute waren zunächst eher harmlose Weitschüsse von Raphael Holzhauser (17.), Kvasina (23.) und Markus Suttner (33.).

Brenzliger wurde es im Strafraum der Austria. Nach einem Eckball von Oliver Kragl parierte Goalie Heinz Lindner in der 30. Minute einen Kopfball von Thomas Reifeltshammer in extremis, zwei Minuten später rettete der Schlussmann vor dem freistehenden Clemens Walch.

Erst kurz vor der Pause wurde die Austria zwingender: In der 41. Minute konnte Petar Filipovic bei einem Schuss von Marco Meilinger gerade noch klären, wenige Sekunden vor der Pause landete ein Kvasina-Kopfball nach Corner von Holzhauser an der Latte.

Die zweite Hälfte begann mit einer Topchance der Rieder, als Walch wenige Meter vor dem Tor an Lindner scheiterte. In der 49. Minute parierte Austrias Keeper einen Schuss aus spitzem Winkel von Walch, in der 65. Minute war er bei einem Weitschuss von Dieter Elsneg zur Stelle. Im Gegensatz dazu verkrampften die Gastgeber zusehends und fanden keine Mittel, die starke Rieder Defensive zu gefährden.

Sargnagel

Die Bestrafung für die mangelnde Kreativität folgte in der 80. Minute. Nach Idealpass von Marcel Ziegl ließ Denis Thomalla mühelos Suttner aussteigen und schob zum Siegestor für die Oberösterreicher ein, die damit in den jüngsten vier Partien drei Siege feierten. Die Austria hingegen kam in den vergangenen fünf Partien nur zu einem vollen Erfolg.

Austria-Trainer Gerald Baumgartner sprach danach von einer "sehr bitteren Niederlage". Je länger es 0:0 gestanden sei, "desto ideenloser waren wir und konnten Ried nicht mehr in Gefahr bringen. Wir hatten auch viele Ausfälle, Verletzte und Gesperrte, danach fragt aber niemand", so Baumgartner, der die Frage, ob er Austria-Trainer bleiben werde, nicht beantworten konnte. "Ich stehe jeden Tag auf, um das Beste zu geben", so der Veilchen-Coach.

Franz Wohlfahrt glaubt Gründe für die Misere ausgemacht zu haben: "Die Spieler stehen unter einem großen Druck, so wie wir alle, und werden dem nicht ganz gerecht. Man hat gesehen, dass sie sehr, sehr verunsichert waren. Wir sitzen alle in einem Boot", so der Austria-Sportdirektor. (APA, 21.3.2015)

FK Austria Wien - SV Ried 0:1 (0:0). Wien, Generali Arena, 6.155, SR Hameter.

Tor: 0:1 (80.) Thomalla

Austria: Lindner - De Paula, Stronati, Sikov, Suttner - Holland - Meilinger (78. Frank), Holzhauser, Horvath (51. Zulechner), Royer - Kvasina

Ried: Gebauer - Reifeltshammer, Trauner, Filipovic - Lainer, Polverino, Ziegl (86. Streker), Kragl - Murg (58. Elsneg), Walch (75. Perstaller) - Thomalla

Gelbe Karten: Sikov, De Paula, Royer bzw. keine

  • 1:1 bei der Admira, 0:1 gegen Ried, die Austria kommt nicht auf Touren.
    foto: apa/herbert p. oczeret

    1:1 bei der Admira, 0:1 gegen Ried, die Austria kommt nicht auf Touren.

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