Europa von Umbau bei Softwarekonzern SAP besonders betroffen

21. März 2015, 17:19
3 Postings

Rund 1.600 der etwa 30.000 Stellen könnten eingespart werden

Die europäischen SAP-Standorte sind offenbar überproportional vom geplanten Umbau des Softwarekonzerns betroffen. Rund 1.600 der etwa 30.000 Stellen könnten laut den Plänen eingespart werden, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus Kreisen des Betriebsrates erfuhr. Die "Wirtschaftswoche" hatte die Europa-Zahlen zuvor aus internen Unterlagen der Mitarbeitervertretung zitiert.

Mehr als 2.000 Mitarbeiter

Weltweit hatte SAP vor kurzem angekündigt, dass mehr als 2.000 der insgesamt 74.000 Mitarbeiter von einem neuen Umbau betroffen sein würden. Unterm Strich will der Softwarekonzern aber Ende des Jahres wieder mehr Stellen haben.

Freiwilligkeit ausgelegt

Das Programm ist zumindest in Europa auf Freiwilligkeit ausgelegt, dort sind betriebsbedingte Kündigungen diesmal ausgeschlossen. Stattdessen soll es für bestimmte Abteilungen Abfindungsangebote geben. Arbeitnehmer ab dem Jahrgang 1960 können unabhängig von der Abteilung Vorruhestandsregelungen in Anspruch nehmen. Eine Sprecherin wollte die Zahlen nicht bestätigen. Da es sich um ein Freiwilligen-Programm handle, könne man dazu noch nichts sagen.

Umstieg auf Abo-Modell

Anfang März hatte SAP Veränderungen für mehr als 2.000 Mitarbeiter angekündigt. Der Konzern aus Walldorf ist dabei, sein Angebot von fest installierter Software auf Abo-Modelle umzustellen. Dadurch werden Jobs in bestimmten Bereichen nicht mehr gebraucht. Das sollte für etwa drei Prozent der Mitarbeiter weltweit gelten. Betriebsbedingte Kündigungen sollte es aber nur außerhalb Europas geben. (APA, 21.03.2015)

Share if you care.