Wertberichtigungen drücken Hypo-NÖ ins Minus

20. März 2015, 18:15
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Schuldenschnitt nach Bankenabwicklungsgesetz vorweggenommen – Keine Zinsen auf Ergänzungskapitalanleihe

Wien/St. Pölten/Klagenfurt – Die Hypo Niederösterreich wird ihre Heta-Anleihen wertberichtigen und deshalb 2014 im Konzern einen Verlust ausweisen, teilte die Bank am Freitagabend mit. Die Heta-Schuldscheine im Wert von insgesamt 225 Millionen Euro werden zu einem Viertel abgeschrieben, womit sich eine Wertberichtigung von knapp 60 Millionen Euro ergibt. Durch Auflösung von Rücklagen werde der Verlust im Haus aufgefangen.

Die Bank nimmt damit einen künftigen Schuldenschnitt nach dem Bankenabwicklungsgesetz BaSAG vorweg, heißt es in der Mitteilung. Aufgrund des Jahresverlustes dürfe auf die Ergänzungskapitalanleihe (ISIN QOXDB996770) für 2015 keine Zinsen ausbezahlt werden. Die Hypo NÖ Gruppe Bank hält 195 Millionen Euro an Heta-Anleihen, die Hypo NÖ Landesbank AG 30 Millionen Euro.

Im ersten Halbjahr 2014 hat die Hypo NÖ 11,7 Mio. Euro Gewinn ausgewiesen, im gesamten Jahr 2013 waren es 53,7 Mio. Euro Konzernjahresüberschuss nach Steuern und Minderheiten bei einer Kernkapitalquote von 14,71 Prozent. Für Finanzvorstand Nikolai de Arnoldi ist "dieser Schritt für die Bank nicht angenehm, aber gut verkraftbar". Die "Kapitalratios werden für 2014 weiterhin deutlich über den gesetzlichen Anforderungen liegen", die Hypo NÖ werde bei Eigenmittelausstattung und Liquidität "nach wie vor sehr solide aufgestellt" bleiben. Auf die Kunden der Bank werde die Maßnahme keine Auswirkungen haben. Genaue Zahlen und Konzernergebnisse werden bei der Bilanzveröffentlichung im April bekannt gegeben.

Bereits am gestrigen Donnerstag hat der Niederösterreichische Landtag einstimmig bekräftigt, dass das Land zu seinen Haftungen für die Hypo und die Pfandbriefstelle steht. (APA, 20.3.2015)

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