Streit trotz Einigkeit um Begegnungszone in Wiener Innenstadt

20. März 2015, 19:55
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Stenzel will Gesamtkonzept – Vassilakou: "Abstrus, gesamten Bezirk zu Baustelle zu machen"

Wien – Als Ursula Stenzel, Bezirksvorsteherin (ÖVP) der Inneren Stadt, im Februar vorschlug, die gesamte Wiener City innerhalb des Rings in eine Begegnungszone umzuwandeln, reagierte Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) zustimmend – eine Machbarkeitsstudie wurde beauftragt, die Ergebnisse sollen im Juni vorliegen. Gestritten wird nun trotz Einigkeit.

Stenzel zeigte sich nämlich vom grünen Vorstoß, mit der Rotenturmstraße zu beginnen, wenig angetan: "Nein zu einem Fleckerlteppich, ja zu einem Gesamtkonzept", argumentierte sie. Und verärgerte damit die grüne Vizebürgermeisterin, die sich für einen mehrjährigen Etappenplan ausspricht: "Es wäre abstrus, den gesamten Bezirk zur Baustelle zu machen", sagte sie zum STANDARD. Ein Gesamtkonzept zu erstellen, "ohne sich die einzelnen Grätzel anzuschauen", sei außerdem nicht möglich.

Die Begegnungszone in der Rotenturmstraße könne stattdessen als Anschauungsobjekt für das künftige Konzept dienen und würde den Bezirk nichts kosten. Denn sie soll als erster Teil der von Vassilakou angekündigten und mit 1,5 Millionen Euro veranschlagten "Flaniermeile" vom Reumannplatz über die Innere Stadt zum Prater entstehen. Ein Baubeginn wäre noch im Sommer möglich – vorausgesetzt der Streit wird beigelegt. (cmi, derStandard.at, 20.3.2015)

  • Die Wiener Innenstadt könnte zur Gänze Begegnungszone werden.
    foto: apa/georg hochmuth

    Die Wiener Innenstadt könnte zur Gänze Begegnungszone werden.

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