Spannung zwischen "Poppea" und "Otello"

20. März 2015, 17:02
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Theater an der Wien, die Pläne für 2015/16

Wien - Ob mit Roland Geyer (Intendant des Theaters an der Wien) und Thomas Drozda (Generaldirektor der Vereinigten Bühnen Wien) gegenwärtig jenes Team am Werke ist, das auch nach 2018 die Geschicke des Opern- und Musicalkonzerns (Musicalintendant ist Christian Struppeck) leiten wird, ist unklar. Ihre Posten werden ausgeschrieben. Und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny hat vor einer Weile die Idee eines zu suchenden "Wunderintendanten" lanciert, der sowohl Oper wie auch Musical betreuen können soll. Man wird sehen.

Ziemlich gut ausgelastet

Bei der Saisonpressekonferenz des Theaters an der Wien zeigten weder Drozda noch Geyer besondere Angst davor, bei der Ausschreibung mitzuwirken. Und zugegen war auch Vizebürgermeisterin Renate Brauner, um die städtische Zufriedenheit mit den Managern kundzutun. Auch die das Theater an der Wien betreffenden Zahlen sind schließlich Hinweise auf die Qualität der geleisteten Arbeit, die auch im Jubiläumsjahr 2016 fortzusetzen sein wird.

Die Wiener Kammeroper kam auf eine Auslastung von 92,1 Prozent, das Theater an der Wien auf 94,7 Prozent. Bereits ein Drittel der Karten wird über Abonnements abgesetzt, 5200 Abos gibt es im Theater an der Wien. Kommende Saison sehen sie zur Eröffnung (10. 9.) die Mono-Oper Tagebuch der Anne Frank von Grigori Frid. Bei Hans Heiling von Heinrich Marschner wird es wieder eine Regie von Intendant Geyer zu begutachten geben (13. 9.).

Es folgen: Monteverdis L'Incoronazione di Poppea (Regie: Claus Guth, 12.10.), Wagners Fliegender Holländer (Regie: Olivier Py, Marc Minkowski dirigiert,12. 11.) sowie Brittens Peter Grimes (Christof Loy inszeniert, Cornelius Meister dirigiert, 12. 12.). 2016 wird das Zehn-Jahr-Jubiläum (Theater an der Wien als Opernhaus) u. a. mit Nikolaus Harnoncourt (dirigiert Fidelio, 17. 1.) und René Jacobs (dirigiert Idomeneo, 22. 1. 2016) gefeiert. Zudem gibt es eine Premiere von Weills Dreigroschenoper (13. 1.) - Johannes Kalitzke leitet das Klangforum Wien, Keith Warner inszeniert. Regisseur Damiano Michieletto wiederum setzt Rossinis Otello um. Daneben kommen noch Händels Agrippina (Regie: Robert Carsen), Strauss' Capriccio (18. April 2016).

Die Arbeit wird erleichtert durch einen Dreijahresvertrag. Auch für eine Infrastrukturfrage gibt es eine Lösung: Im November wird eine Probebühne in St. Marx bezogen. (tos, DER STANDARD, 21.3.2015)

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