Seenkauf: Leyroutz schließt Geldflüsse an Kärntner Freiheitliche aus

20. März 2015, 13:30
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FPÖ fordert Rückabwicklung des Geschäfts

Klagenfurt - Kärntens FPÖ-Klubobmann Christian Leyroutz hat eine Schmiergeldannahme durch seine Partei im Zuge des Seeimmobiliendeals bei einer Pressekonferenz am Freitag ausgeschlossen. "Es ist bei den Freiheitlichen in Kärnten kein Geldfluss eingelangt." Er habe die Bücher überprüft und versucht, "Personen aus der Vergangenheit" dazu zu befragen. Alle gaben an, nichts gewusst zu haben.

Rückabwicklung

Leyroutz fordert die Rückabwicklung des gesamten Seendeals, im Landtag werde demnächst ein entsprechender Antrag eingebracht. Durch die Schmiergeldzahlung liege Sittenwidrigkeit vor, die den Vertrag "absolut nichtig" mache. Von Landeshauptmann Peter Kaiser und seiner Finanzreferentin Gabriele Schaunig (beide SPÖ) fordert Leyroutz eine Erklärung, ob das angestrebt werde.

Haider neu bewerten

Zur Frage, ob die heutige FPÖ Kärnten Rechtsnachfolgerin des Haider-BZÖ von 2007 in Kärnten ist, wollte Leyroutz keine Einschätzung abgeben. Bevor die Partei allenfalls etwas zurückzahle, müsse geklärt werden, wer die 700.000 bis 800.000 Euro Schmiergeld angenommen hat. Dass dies der damalige Landeshauptmann und BZÖ-Chef Jörg Haider selbst war, ist für Leyroutz "nicht erwiesen". Falls sich dies aber herausstelle, müsse man Haider neu bewerten. Leyroutz war 2007 Obmann der FPÖ in Kärnten, also jener Gruppierung, die den fliegenden Wechsel von Blau zu Orange nicht mitgemacht hatten. Politisch war er damit ein Gegner Haiders. (APA, 20.3.2015)

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