Ausspähverdacht: "taz" verschlüsselt teilweise Kommunikation

20. März 2015, 10:23
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Vorfall habe gezeigt, dass es "verdammt leicht" sei, Zugang zu Daten zu bekommen

Berlin - Gut drei Wochen nach dem Auffliegen eines mutmaßlichen Spähangriffs auf die "tageszeitung" (taz/Berlin) hat das Blatt erste Konsequenzen gezogen. Die Redaktion sei teilweise auf verschlüsselte Kommunikation umgestiegen, und es gebe für Ressortleiter Schulungen in Sicherheitsfragen, sagte die Chefredakteurin Ines Pohl am Donnerstagabend.

Der Vorfall habe gezeigt, dass es "verdammt leicht" sei, Zugang zu Daten zu bekommen. Nach dem Ausspähverdacht war Strafanzeige gegen einen langjährigen Mitarbeiter gestellt und er daraufhin gekündigt worden. Laut der Chefredaktion der Zeitung war er dabei beobachtet worden, "wie er einen sogenannten Keylogger aus dem USB-Slot eines Redaktionscomputers abgezogen hat". Per Keylogger werden Eingaben eines Benutzers am Computer protokolliert, darunter auch Passwörter. (APA, 20.3.2015)

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