Die Tour de France der Mountainbiker

Ansichtssache19. März 2015, 19:35
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Beim Cape Epic in Südafrika quälen sich alljährlich 1200 Starter in acht Tagen über staubig-steinige 700 Kilometer und tausende Höhenmeter

Es ist wohl keine Angelegenheit für Sonntagsfahrer, wenn es darum geht mit dem Mountainbike das Cape Epic in Südafrika zu bestreiten. Die Tour über 700 Kilometer, Stock und Stein lockt alljährlich Hundertschaften an leidenschaftlichen Stramplern aus aller Welt an das Westkap, Amateure wie Profis, Männer wie Frauen. Letztlich dürfen aber durch Losentscheid "nur" 1.200 an den Start gehen und müssen in Zweierteams antreten. Bei dem im Rahmen des internationalen Radverbands UCI ausgetragenen Rennen sind in acht Tagen rund 16.000 Höhenmeter zu bewältigen, es gilt daher als eines der zähesten Mountainbike-Rennen der Welt.

Der Bewerb wurde 2004 ins Leben gerufen und ist quasi das Nachfolgerennen der im Jahr 2002 eingestellten Ruta del Conquistadores in Costa Rica. Damit es über die Zeit nicht langweilig wird, ändert sich der Streckenverlauf mit jedem Jahr, nur das Ziel bleibt immer dasselbe.

Antreten kann man in fünf Kategorien. Männer, Frauen, Mixed, Masters (40 Jahre oder älter) und Grand Masters (50 plus). Die verpflichtende Teambildung hatte ursprünglich einen Sicherheitsgedanken als Hintergrund, zumal immer wieder sehr entlegene Gegenden befahren werden. Damit die Paare artig beeinander bleiben, darf der Abstand maximal zwei Minuten betragen, ansonsten wird eine Zeitstrafe von nicht weniger als einer Stunde fällig.

Ein Blick auf die Startliste verrät, dass auch einige ÖsterreicherInnen mitwirken und leiden. Apropos Radtour und Leiden. Das Cape Epic wurde von Bart Brentjens, seines Zeichens Olympiasieger im Mountainbiken 1996, als "die Tour de France der Mountainbiker" bezeichnet. (Thomas Hirner, derStandard.at, 19.3.2015)

foto: epa/nic bothma

Jede Menge Drahtesel.

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Start.

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Der Österreicher Heinz Zoerweg geht's an.

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Niemand lässt sich von dunklen Wolken aufhalten.

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Schulkinder sind zum Klatschen da.

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Jundeb Andre Esquivel und Randolf Andino von den Philippinen beim Lunch in Worcester.

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Verdammt, wo ist nur mein Zelt?

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Prachtstimmung unterwegs.

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Zum Genießen der malerischen Landschaft bleibt auch Daniel Geismayr (AUT) nicht viel Zeit.

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Hubschraubereinsatz.

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Manchmal geht es auch bergab.

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Stürze kommen in den besten Teams vor. Lulu Ceronio (Südafrika) beim Wunden lecken.

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Staubig ist die Sache allemal.

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Mehr oder weniger willkommene Erfrischung.

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Kristian Hynek (CZE) sollte sich eine Dusche genehmigen.

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foto: apa/epa/nic bothma

Feierabend!

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Cape Epic

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