Private EU-Investments brauche einfache Abwicklung

18. März 2015, 18:35
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Länder und EU-Institutionen müssen dafür sorgen, dass bestimmte Rahmenbedingungen für private Investoren geschaffen werden

Brüssel - Der von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker initiierte Plan für mehr strategische Investitionen (EFSI) bietet in EU-Ländern und einzelnen Sektoren gute zusätzliche Wachstumschancen. Allerdings müssten die Länder und EU-Institutionen - insbesondere die Investitionsbank (EIB) - erst dafür sorgen, dass bestimmte Rahmenbedingungen für private Investoren geschaffen werden.

Zu diesem Schluss kommt eine vom Beratungsunternehmen Roland Berger erstellte Studie im Auftrag der Organisation Pro Europe, die am Freitag präsentiert wird. Studienautor Heiko Ammermann fasst seine Empfehlungen in sechs Punkten zusammen.

Das Vorhaben müsse "pragmatisch" abgewickelt werden, den Investoren müsse vor allem die Angst genommen werden, in komplexen nationalen Regularien stecken zu bleiben. Es wäre günstig, laufende Projekte in das Funding aufzunehmen, damit EFSI rasch Fahrt aufnimmt. Denn Investoren, seien es Pensionsfonds oder Versicherungen, brauchten verlässliche kalkulierbare Einnahmen.

Der EIB vor allem werde die Aufgabe zukommen, die vielen kleinen Projekte zu bündeln und zeitliche Verschleppung zu verhindern. Regierungen müssten trachten, die Ertragserwartungen der Investoren (um 6 Prozent) zu erfüllen. Ammermann glaubt, dass Projekte im Energiebereich, Krankenhäuser, auch Straßenbau gute Chancen auf Realisierung hätten. Pro-Europe-Präsident Wolfgang Schüssel sieht Klein- und Mittelbetriebe als Nutznießer. (tom, DER STANDARD, 19.3.2015)

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