Acht Tage und 18 Stunden durch Eiseskälte

Ansichtssache18. März 2015, 17:32
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Dallas Seavey gewann zum bereits dritten Mal das legendäre Iditarod-Hundeschlitten-Rennen durch Alaska

Wenn der Vater mit dem Sohne höchst erfolgreich durch Alaska eilt, dann ist Iditarod, das wohl spektakulärste Hundeschlittenrennen der Winterwelt. Vater Mitch und Sohn Dallas Seavey aus Willow/Alaska haben das Rennen in den letzten vier Jahren dominiert. Heuer hat der Junior wieder zugeschlagen und am Mittwoch zum bereits dritten Mal, zum zweiten Mal en suite, das berühmt-berüchtigte Hundeschlittenrennen quer durch den Norden Amerikas gewonnen. Er überquerte die Ziellinie in Nome mit 48 Kilometern Vorsprung auf seinen Vater, der 2004 und 2013 triumphierte und bei seinem letzten Sieg mit 53 Jahren zum ältesten Gewinner des legendären Rennens avancierte, während sein Sohn 2012 mit 25 Jahren zum jüngsten Sieger wurde.

Heftige Winde und Temperaturen bis zu minus 50 Grad Celsius setzten den Gespannen auf der alljährlich und heuer bereits zum 43. Mal stattfindenden Reise durch die Wildnis ordentlich zu. Seavey junior benötigte für die 1.609 Kilometer acht Tage, 18 Stunden, 13 Minuten und sechs Sekunden und war damit rund fünf Stunden langsamer als bei seiner Rekordfahrt 2014.

Wegen Schneemangels musste man heuer auf eine alternative, nördlicher gelegene Route ausweichen. Die zunächst als flach und einfach eingeschätzte Strecke entpuppte sich als wesentlich anspruchsvoller als gedacht. "This is a very difficult trail," sagte Seavey. "It was a challenging race. We loved every minute of it", so der Sieger, der 274 Kilometer vor dem Ziel die Führung übernommen hatte und sie bis zum Schluss nicht mehr abgab.

Dallas Seavey ist einer von sieben glücklichen Gewinnern, die das Rennen dreimal gewinnen konnten. Rekordhalter ist Rick Swenson mit fünf Erfolgen. Der Ursprung des Rennens geht auf ein Ereignis aus dem Jahre 1925 zurück, als Diphterie-Impfstoff per Hundeschlitten nach Nome gebracht wurde. Seavey jun. kassierte einen Siegercheck in Höhe von 70.000 US-Dollar (65,850 Euro) und dazu noch einen Pickup. "I guess it's time to starting picking out a color", so der Sieger. (Thomas Hirner, derStandard.at, 18.3.2015)

foto: ap/ alaska dispatch news,loren holms

Yvonne Dabakk (NOR) beim Frühstück.

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Laura Allaway (USA) beim Gesicht warm halten.

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30-Minuten-Belichtung des vorbeihuschenden Vierfach-Champions Jeff Kings (USA) am Yukon-River.

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Dallas Seavey (USA) beim Zerteilen des Hundefutters.

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Aliy Zirkle (USA) beim Betten machen.

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Lance Mackey (USA) leidet an Durchblutungsstörungen und setzt auf batteriebetriebene Warmhaltehandschuhe.

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Unalakleet-Checkpoint.

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Irgendwo zwischen Galena und Huslia.

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Ankunft in Tanana.

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Mike Santos (USA) nahe Ruby am Yukon.

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Die Champions: Dallas Seavey, Reef (li) und Hero (re) am Zielort Nome. "The wins are a result of doing what we love."

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Iditarod

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