Wiener Mediziner ziehen am Montag über den Ring

18. März 2015, 10:50
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Spitalsärzte wollen Druck bei Gehaltsverhandlungen erhöhen

Wien - Am Montag werden die Wiener Spitalsärzte über den Ring ziehen. Mit der Großdemonstration, die von der Spitalgasse bis zum Maria-Theresien-Platz führen wird, will man auf die fehlenden Lösungen bei der Umsetzung des neuen Arbeitszeitgesetzes aufmerksam machen. Denn derzeit wird sowohl im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) als auch im AKH noch gefeilscht.

"Um zu zeigen, dass unsere Gesundheitsversorgung noch nie in so großer Gefahr war wie jetzt und um den Druck auf die verantwortliche Politik sowie die Spitalsbetreiber zu erhöhen, muss unser Protest auf eine neue Ebene gehoben werden", heißt es in der Einladung zur Demo der Wiener Ärztekammer "Wir fordern die Stadt Wien dazu auf, unsere Arbeitsbedingungen JETZT zu verbessern", lautet der Text weiter.

"Vorsorgedorf" wird errichtet

Starten soll der Zug um 16.00 Uhr beim Eingang zur Medizinischen Universität in der Spitalgasse, dann geht es ab 16.30 über die Alser Straße, das Schottentor, den Universitätsring und den Burgring bis zum Maria-Theresien-Platz, wo die Abschlusskundgebung stattfindet. Am Platz zwischen dem Kunsthistorischen und Naturhistorischen Museum wird zudem für die Dauer der Demo ein "Vorsorgedorf" errichtet, in dem sich Besucher etwa in Sachen Ernährung, Impfungen, Diabetes oder Blutdruck beraten lassen können. Damit wolle man unterstreichen, dass "all diese Tätigkeiten unter den derzeitigen Bedingungen schon bald nicht mehr in der gewohnten Qualität möglich sein werden".

Der Brief ist von Hermann Leitner, Vizepräsident der Wiener Kammer, unterzeichnet. Er wollte eigentlich die Gespräche mit Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) abwarten. Sollte es hier ein Einlenken geben, wollte er die Demonstration absagen.

Davon ist jetzt keine Rede mehr. Obwohl das Gesprächsklima am Mittwoch positiv gewesen sei, gibt es bislang noch kein konkretes Ergebnis. Am Freitag wird es aber ein neuerliches Treffen geben, das Wort Nachverhandlungen wird jedoch vermieden. (mte/APA, derStandard.at, 18.3.2015)

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