Der Mann, der "Super Mario 64" ohne zu springen meistert

18. März 2015, 10:58
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Scott Buchanan nutzt ausführliche Planung und genaue Kalkulation, um das "Unmögliche" zu schaffen

Wenn die Herausforderung von den Entwicklern konzipierten Herausforderungen in Spielen nicht mehr ausreichen, schaffen sich Spieler eigene. Dazu zählen Speedruns, bei denen Games so schnell wie möglich durchgespielt werden, oder aber das Absolvieren von Abschnitten, ohne die Grundmechaniken des Spiels zu nutzen. Neben einem Spieler, der den schwersten "Destiny"-Raid alleine und ohne zu schießen absolvierte, sind auch die Leistungen von Scott Buchanan höchst beeindruckend. Er meistert zahlreiche Level des Nintendo-Klassikers "Super Mario 64" ohne zu springen.

Springen verboten

Buchanan ist zwanzig Jahre alt, spielt seit seiner Kindheit "Super Mario 64" und hat sich darauf spezialisiert, sogenannte "Challenges" zu meistern. Dabei handelt es sich um gewisse Vorgaben, nach denen Levels im Spiel absolviert werden müssen. Bei der "A Button Challenge" gilt es, diverse Kurse durchzuspielen, ohne den Sprungknopf zu benutzen. Zwar versuchen sich viele Spieler an diesen Herausforderungen, doch Buchanan bewältigte mit Abstand die meisten Levels ohne die Nutzung der eigentlich essenziellen Spielmechanik. Zu diesem Zweck bedient er sich Marios komplettem Repertoire (abgesehen von der Sprungfunktion) und nutzt diverse Fehler im Spiel.

pannenkoek2012

Ohne Tasten

Einen Schritt weiter geht die "No Buttons Allowed"-Challenge, bei der nur der Joystick des Controllers, Fehler im Spiel und Kreativität genutzt werden dürfen. Was komplett unmöglich klingt, ist mit viel Geduld und Planung schaffbar, wie Buchanan beweist. Sogar ohne Joystick zur Eingabe kommt er noch an die Sterne am Ende der Levels, wenn er wiederum die anderen Tasten zur "Kompensation" benutzt.

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Genaue Vorbereitung

Buchanans Leistungen bedürfen einer erheblichen Vorbereitung und minutiöser Planung. Er fertigt Zeichnungen an, testet einzelne Abschnitte immer wieder, erstellt Tabellen und überlegt, wie er Fehler im Spiel zu seinem Vorteil nutzen kann. Puristen könnten sich daran stoßen, dass er "Super Mario 64" auf einem Emulator spielt und somit die Freiheit hat, mittels Manipulation verschiedene Techniken auszuprobieren, doch auf einer echten Nintendo 64-Konsole wären die Unterfangen noch einmal ungleich schwerer zu meistern. Zu seinen weiteren Erfolgen zählen die Entdeckung des geheimen Goombas und das Sammeln der "unmöglichen Münze". (ul, derStandard.at, 18.3.2015)

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  • "Super Mario 64" für das Nintendo 64  erschien in Europa im Jahr 1997, 2005 folgte ein Remake für den Nintendo DS-Handheld.
    foto: nintendo

    "Super Mario 64" für das Nintendo 64 erschien in Europa im Jahr 1997, 2005 folgte ein Remake für den Nintendo DS-Handheld.

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