Italien-Kurztrip zu Ostern: Achtung Fahrverbot!

18. März 2015, 12:53
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Wer an einem der bevorstehenden Feiertage mit dem Auto nach Italien fährt, sollte über die 'zona traffico limitato', kurz ZTL, Bescheid wissen. Das unbefugte Einfahren in innerstädtische Zonen kann teuer kommen.

Italien gehört zu den klassischen Reisezielen während der Osterferien. "Wer einen der bevorstehenden Feiertage für eine Fahrt nach Italien nutzt, sollte allerdings über die 'zona traffico limitato', kurz ZTL, Bescheid wissen", sagt ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner. Die ZTL ist eine verkehrsberuhigte Zone, in die das Einfahren nur mit Sondergenehmigung erlaubt ist. Es gibt sie insbesondere in touristisch stark frequentierten italienischen Städten.

Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

"Viele Reisende wissen gar nicht, dass die ZTL existiert. Nur schützt Unwissenheit leider nicht vor Strafe – beim unbefugten Einfahren werden mindestens 80 Euro fällig", warnt die Expertin. "Wenn man mehrfach unbeabsichtigt in eine ZTL hinein- und wieder herausfährt, wie etwa bei der Parkplatzsuche, wird die Strafe für jeden Verstoß neu fällig. Und wer ohne Genehmigung in eine ZTL einfährt und dort auch unerlaubt parkt, zahlt ebenfalls mehrfach – für die Einfahrt und für unerlaubtes Parken."

Kennzeichen werden automatisch überprüft

Die ZTL gibt es unter anderem in Arezzo, Bologna, Bozen, Florenz, Genua, Mailand, Pisa, Rom, Triest, Turin und Verona. In den meisten Städten beschränkt sich das Einfahrverbot auf den Innenstadtbereich oder den historischen Stadtkern. Es besteht entweder ein generelles oder ein auf bestimmte Tageszeiten beschränktes Fahrverbot. Am Beginn der ZTL werden die Kennzeichen aller Fahrzeuge durch Überwachungskameras oder die Polizei elektronisch gescannt und automatisch geprüft, ob eine Einfahrtsgenehmigung vorhanden ist.

Genehmigung über die Unterkunft einholen

"Man sollte sich rechtzeitig bei der Unterkunft erkundigen, ob sich diese in einer ZTL befindet", rät die ÖAMTC-Juristin. "Hotels oder Vermieter einer Ferienwohnung können eine temporäre Einfahrtsgenehmigung ausstellen, indem sie Aufenthaltszeit und Kennzeichen rechtzeitig bei der Behörde registrieren lassen." Um Ärger zu vermeiden, lässt man sich die Registrierung am besten schriftlich unter Angabe des Kennzeichens bestätigen.

Strafzettel besser sofort zu zahlen

Wer vor Ort einen Strafzettel erhält, sollte ihn genau überprüfen. "Sind auf dem Strafzettel keine internationalen Überweisungsdaten, also BIC und IBAN, angeführt, kann man versuchen, die Strafe bei einer örtlichen Polizeistation zu begleichen oder die fehlenden Daten zu erhalten", empfiehlt ÖAMTC-Expertin Pronebner. Erreicht man vor Ort niemanden, kann man nur warten, bis eine Zustellung der Strafe nach Österreich erfolgt. Dies muss binnen 360 Tagen nach dem Zeitpunkt der Übertretung erfolgen – andernfalls gilt die Strafe als verjährt und kann mit Einspruch bekämpft werden. (saum, derStandard.at, 18.03.2015)

Ein ausführlicher Info-Folder der ÖAMTC Touristik zur "ZTL" ist unter www.oeamtc.at/reiseinfoservice abrufbar. Bei Problemen vor Ort sind die Club-Juristen unter der Nummer des Schutzbrief-Notrufes +43 (0)1 25 120 00 rund um die Uhr erreichbar.

  • Fahrzeuge werden durch Kameras oder die Polizei elektronisch überprüft - ohne Einfahrtsgenehmigung drohen auch mehrere Strafzettel.

    Fahrzeuge werden durch Kameras oder die Polizei elektronisch überprüft - ohne Einfahrtsgenehmigung drohen auch mehrere Strafzettel.

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