Drei Jahre Haft für Ex-Lustenau-Präsident

17. März 2015, 18:50
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Schuldspruch wegen Veruntreuung gegen Dieter Sperger noch nicht rechtskräftig

Feldkirch - Der frühere FC-Lustenau-Präsident Dieter Sperger ist am Dienstag am Landesgericht Feldkirch wegen Veruntreuung zu drei Jahren unbedingter Haft verurteilt worden. Zudem muss er vier Kunden für unrechtmäßig einbehaltene Zinsen Schadensersatz in Höhe von 724.500 Euro zahlen. In einem zweiten Anklagepunkt endete der Prozess für den Angeklagten mit einem Freispruch. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die Staatsanwaltschaft hatte Sperger vorgeworfen, als Vermögensverwalter 1,8 Millionen US-Dollar an Kundengeldern veruntreut zu haben. Laut erstem Anklagepunkt soll er vier Kunden Zinserträge in der Höhe von 1,3 Millionen US-Dollar nicht ausbezahlt haben. Im zweiten Anklagepunkt wurde ihm zur Last gelegt, sein eigenes Vermögensverwaltungsunternehmen in der Schweiz um 500.000 Euro geschädigt zu haben.

Eine zweite Anklage gegen Sperger wegen Untreue ist anhängig. Er steht im Verdacht, noch weitere Anleger betrogen zu haben. Eine dritte Anklage werde in Kürze erfolgen, berichtete Staatsanwalt Markus Fußenegger.

Zudem werde weiterhin gegen Sperger ermittelt, weil er als Präsident des FC Lustenau Untreue, Sozial- und Lizenzbetrug begangen haben soll. In einer Anzeige im Juni 2012 hatte es geheißen, der FC Lustenau habe sich die Lizenz für die Erste Liga erschlichen. Im Jänner 2013 wurden die finanziellen Probleme des Vereins dann offenbar. (APA/red - 17.3. 2015)

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