Spur des Meteoriten vom Sonntagabend führt in die Zentralschweiz

17. März 2015, 16:43
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Auswertung von Kameraaufnahmen zeigt, der Flug führte von Stuttgart über den Bodensee bis in die Schweizer Alpen

Winterthur - Die Flugbahn jenes Meteors, der am Sonntagabend über Deutschland, Österreich und der Schweiz zu beobachten war, führt offenbar in die Zentralschweiz. Das hat die Auswertung von Aufnahmen einer speziellen Kamera der Sternwarte Mirasteilas in Graubünden durch Spezialisten der Meteorastronomie der Schweizerischen Astronomischen Gesellschaft ergeben.

Gemäß den Auswertungen der aufgezeichneten Spur begann die Flugbahn im Raum Stuttgart, führte dann über den Bodensee in die Schweiz und endete im Raum des Oberalppasses mitten in den Alpen, wie Markus Griesser, Leiter der Sternwarte Eschenberg in Winterthur, am Dienstag mitteilte. Das deckt sich mit zahlreichen Augenzeugenberichten.

Restefund eher unwahrscheinlich

Ob Restmaterial des Meteoriten effektiv den Erdboden erreicht hat, bleibt laut dem Leiter der Sternwarte Eschenberg vorerst unklar. Die hohe Endgeschwindigkeit beim Erlöschen spreche eher dagegen. Der Meteorit hatte am Sonntag fünf bis sechs Sekunden lang für Spektakel am Abendhimmel über der Schweiz gesorgt. Aber auch in Deutschland und Tirol wurden Beobachtungen gemacht. (APA/red, derStandard.at, 17.3.2015)

  • Das Standbild stammt aus einem Video und zeigt den Meteor am Abend des 15. März bei über Freiburg in Baden-Württemberg.
    foto: timo walch/dpa

    Das Standbild stammt aus einem Video und zeigt den Meteor am Abend des 15. März bei über Freiburg in Baden-Württemberg.

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