Trendig: Weltreise um 18.000 Euro

18. März 2015, 11:53
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Die Reiselust insgesamt ist leicht gesunken, dafür steigt die Lust auf teure Arrangements und die Bereitschaft zu versichern

Wien - Reisen oder nicht reisen, diese Frage haben die meisten Österreicher auch 2014 mit Wegfahren beantwortet, wiewohl die Reiselust insgesamt leicht gesunken ist. Alles andere als verblasst ist hingegen der Trend zu komplexen, teuren Reisen. Dass jemand im Reisebüro eine Weltreise um 18.000 Euro bucht, komme immer öfter vor, sagten Wolfgang Lackner und Andreas Sturmlechner, Vorstandsduo der Europäischen Reiseversicherung (ERV), bei der Bilanzpräsentation am Dienstag.

Als Marktführer mit einem Anteil von rund 60 Prozent am Gesamtprämienumsatz habe die Europäische, Tochter der Generali, das Ohr ganz nah am Reisemarkt. Gerade bei sehr teuren Arrangements sei die Bereitschaft der Kunden, eine Reiseversicherung abzuschließen, höher als im Durchschnitt. Nach wie vor würden großteils Flugreisen versichert, Selbstfahrerziele ins nahe Ausland hingegen höchst selten. Lackner: "Man schließt zwar eine Kaskoversicherung für das Auto ab, versichert die eigene Familie aber nicht. Und das, obwohl die möglichen Kosten im Schadensfall bei Letzterer weit höher sind."

Insgesamt sei die Bereitschaft, sich auf Reisen zu versichern, aber auch in Österreich gestiegen.

Trotz der etwas verhaltenen Reiselust im Vorjahr hat die ERV mit knapp 66 Mio. Euro Prämienumsatz einen neuen Rekord aufgestellt. Besonders starke Zuwächse verzeichnete die Niederlassung in der Slowakei. Diese musste die ERV aber zu Jahresbeginn an Generali Slowakei abtreten. (stro, DER STANDARD, 18.3.2015)

  • Das Kreuzfahrtschiff Queen Mary
    foto: apa/bildfunk

    Das Kreuzfahrtschiff Queen Mary

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