Steirische Kulturservicegesellschaft wird aufgelöst

17. März 2015, 12:32
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Budget von 500.000 Euro soll ausgewählten Projekten und freier Szene zu Gute kommen - Abwicklung wieder in Kulturabteilung

Graz - Die steirische Kulturservicegesellschaft (KSG) soll am Donnerstag nach gut zehn Jahren wieder aufgelöst werden. Ab Ende März ist die Liquidation der Landes-Tochter geplant, das Budget von 500.000 Euro soll ab 2016 großteils der freien Szene zukommen. 100.000 Euro dürften aber für bisher erfolgreiche KSG-Projekte weiter zur Verfügung stehen und künftig über die Kulturabteilung abgewickelt werden.

Der Beschluss zur Auflösung der KSG wird voraussichtlich bei der Regierungssitzung am Donnerstag erfolgen, kündigte Kulturlandesrat Christian Buchmann (ÖVP) an: Ab April befinde sich die Gesellschaft dann in Liquidation. Bis Jahresende werden noch einige Projekte fortgeführt. 400.000 Euro aus dem Budget werden ab 2016 direkt von der zuständigen Abteilung etwa in Form von Förderungen vergeben und sollen ausdrücklich nicht eingespart werden.

Vier Mitarbeiterinnen der KSG, es handelt sich um Landesbedienstete, werden in der Kulturabteilung einen neuen Job bekommen, versicherte Markus Poleschinski, Sprecher von Landesrat Buchmann. Mit einer weiteren Angestellten, sie ist formell Mitarbeiterin der Gesellschaft, würden noch Gespräche geführt.

Im Vorfeld hatte es einen wenig schmeichelhaften Rechnungshofbericht zur KSG gegeben, die Grünen und die KPÖ hatten schon länger die Auflösung der Gesellschaft gefordert und sahen sich nun in ihrer Kritik bestätigt: "Es hat erst einen äußerst kritischen Rechnungshofbericht gebraucht, damit Buchmann endlich die richtigen Konsequenzen zieht", so der Grüne Landtagsspitzenkandidat und Kontrollsprecher LAbg. Lambert Schönleitner. (APA, 17.3.2015)

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