Food Trucks: Neues Essen auf Rädern

20. März 2015, 09:18
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Die mobile kreative Küche aus den USA erobert Europa.

Während Imbissstände im Straßenbild europäischer Städte fix verankert sind, verbreitet sich ein Trend aus den USA erst in den letzten Jahren: Sogenannte "Food Trucks", mobile Küchen, die ihre Speisen und Getränke aus Kleinbussen, Anhängern oder anderen Gefährten anbieten, werden auch in Europa immer beliebter. Das Angebot ist breit gefächert. Neben Pasta, Schnitzel, Burger, Spätzle oder Fisch, gibt es auch Süßes wie Donuts, Eis am Stiel oder Waffeln.

Leichter Standortwechsel

Die meisten Betreiber von Food Trucks achten darauf, frische regionale Produkte zu verwenden. Im Vordergrund steht dennoch die Geschwindigkeit - lange auf sein Essen warten muss man bei den mobilen Buden nie. Die Food Trucker versuchen neben ihren Speisen auch durch ihre Fahrzeuge aufzufallen. Je bunter, desto besser, scheint das Motto zu sein. Die Trucks haben logischerweise den Vorteil, nicht an einen Standort gebunden zu sein. So stehen sie einmal im Gewerbegebiet, um berufstätige Menschen in der Mittagspause zu versorgen, dann wieder vor Universitäten, bei Festivals, Sportveranstaltungen oder vor Nachtklubs.

foto: prestel verlag/toby binder
Heißer Hobel - Berlin

In Berlin steht der Food Truck "Heißer Hobel". Betrieben wird er von Florian Rohrmoser und seiner Partnerin Myriam Touka. Frische Allgäuer Käsespätzle werden vor den Augen der Kunden zubereitet. Der Käse kommt aus der eigenen Bio-Käserei der Eltern. Auch für Privatveranstaltungen kann man den kleinen Food Truck buchen.

foto: prestel verlag/toby binder
Backfischkutter - Brandenburg/Stolzenhagen

Steffen Köhler betreibt neben seinem Restaurant "Die Fischerstube am See" in Stolzenhagen den "Backfischkutter". Das besondere daran ist, dass der Fischkutter an Land steht. Es gibt frische Brötchen, Backfisch und Garnelen. Ursprünglich wollte Köhler nur kleine Imbisse auf Festivals verkaufen, um Werbung für sein Restaurant zu machen. Mittlerweile ist daraus ein eigenständiges Geschäft entstanden. Da jedes Schiff einen Namen hat, bekam auch Köhlers Kutter einen: Er heißt Karin - nach seiner Mutter.

foto: prestel verlag/toby binder
Die intolerante Isi - München

Der Food Truck "Die intolerante Isi" von Isabella Hener hat sich auf Menschen mit Lebensmittel-Unverträglichkeiten spezialisiert. Da Isabella selbst an Laktoseintolerant leidet und auch andere Lebensmittel schlecht verträgt, wollte sie ihresgleichen etwas Gutes tun. So gibt es bei ihr zum Beispiel laktose- und glutenfreie Speisen. Neben Keksen und Kuchen, für die der Truck bekannt ist, werden auch Suppen und Sandwiches angeboten.

foto: prestel verlag/toby binder
Veuve Clicquot Diner - Wiesbaden

Champagner und Fast Food soll kein Widerspruch sein im "Veuve Clicquot Diner". Einfache Gerichte wie Burger oder Currywurst werden mit Ziegenkäse oder Blattgold verfeinert. Dazu gibt es ausschließlich Champagner - oder ausnahmsweise Wasser. Der Food Truck, der im Stil der 1950er-Jahre gehalten ist, steht immer dort, wo sich gerade die Hautevolee trifft, zum Beispiel bei der Berliner Fashion Week oder bei Poloturnieren.

Auch in Wien werden Food Trucks immer beliebter. Die mobilen Küchen und Kaffeehäuser, deren Anzahl derzeit noch überschaubar ist, stehen meist vor Universitätsgebäuden. Das Wiener Unternehmen Wrapstars hat es auch in das Buch geschafft. Infos zu Food Trucks auf Wiens Straßen finden sich hier. (jw, derStandard.at, 20.03.2015)

  • "Food Trucks - Kreative Küche auf Rädern" von Toby Binder, Gabriela Herpell, Birthe Steinbeck und Nicola von Velsen erscheint am 23. März 2015 im Prestel Verlag und ist für € 30,80 erhältlich.
Das Buch präsentiert auf 176 Seiten, mit 200 Farbabbildungen, 35 mobile Stände, vorwiegend in Deutschland, die von warm bis kalt, von salzig bis süß, verschiedene Speisen und Getränke auf öffentlichen Plätzen anbieten.
    foto: prestel verlag/toby binder

    "Food Trucks - Kreative Küche auf Rädern" von Toby Binder, Gabriela Herpell, Birthe Steinbeck und Nicola von Velsen erscheint am 23. März 2015 im Prestel Verlag und ist für € 30,80 erhältlich.

    Das Buch präsentiert auf 176 Seiten, mit 200 Farbabbildungen, 35 mobile Stände, vorwiegend in Deutschland, die von warm bis kalt, von salzig bis süß, verschiedene Speisen und Getränke auf öffentlichen Plätzen anbieten.

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