CA-Immo mit Ergebniseinbruch

16. März 2015, 22:35
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Dividende soll um 5 Cent erhöht werden

Wien - Die CA Immo, die gemeinsam mit der O1 Group über ein freiwilliges öffentliches Angebot beim Konkurrenten Immofinanz einsteigen will und diese Pläne am Dienstag präsentiert, hat Montagabend ihr vorläufiges Ergebnis für 2014 mitgeteilt. Demnach brach das operative Ergebnis (EBIT) im Vergleich zu 2013 um 41,3 Prozent auf 149,2 Mio. Euro ein, das Jahresergebnis sank von 75,8 auf 70,8 Mio. Euro.

Das Vorsteuerergebnis (EBT) sank von 103,7 auf 84,6 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote stieg auf 53 Prozent (2013: 44 Prozent). Vor allem die Ertragskraft ging auch in die Höhe, betonte der börsenotierte Konzern. Die Nettoverschuldung ging gegenüber 2013 von 1.08 Mrd. Euro auf 1,06 Mrd. Euro zurück.

Durch zahlreiche Verkäufe 2014 sanken die Mieterlöse von 194,9 auf 145,2 Mio. Euro, wie auch das Nettomietergebnis von 172,4 Mio. Euro auf 128,8 Mio. Euro jeweils um rund 25 Prozent. Das EBITDA brach um 31 Prozent auf 149,1 Mio. Euro ein. Die Dividende soll im Vorjahresvergleich trotzdem um 5 Cent auf 45 Cent je Aktie steigen, so der Plan laut Aussendung. Das Finanzergebnis fällt für 2014 nicht so rot aus wie 2013 und beläuft sich auf minus 58,3 Mio. Euro (minus 140 Mio. Euro).

Die CA Immo und die O1 Group bieten in ihrem seit Ende Februar angedachten freiwilligen öffentlichen Teilangebot für Aktien der Immofinanz AG je Papier 2,80 Euro. Bis zu 13,5 Prozent des Immofinanz-Grundkapitals sollen so erworben werden, bzw. 15 Prozent nach Abzug der Immofinanz-eigenen Aktien, teilten die Unternehmen Montagabend ad hoc mit.

Der Angebotspreis entspreche einer Prämie von 25,5 Prozent auf den volumengewichteten durchschnittlichen Kurs der vergangenen sechs Monate vor Bekanntwerden der CA-Immo- und O1-Überlegungen.

Als "lächerlich" hatte hingegen Immofinanz-Chef Eduard Zehetner das von der CA Immo und O1 in Aussicht gestellte Angebot zur Minderheitsbeteiligung an der Immofinanz bezeichnet. Zehetner erwartete sich einen deutliche Zuschlag zu den in Aussicht gestellten 2,51 Euro je Aktie. "Es muss ein 4er vorne stehen", so Zehetner.

Mehrheitsaktionär bei der O1 Group, die im Herbst des Vorjahres bereits bei der CA Immo einstieg, ist der russischen Immobilien-Magnat Boris Mints.

CA-Immo-Vorstandsvorsitzend Bruno Ettenauer, sieht bei seinem Konzern eine "nachhaltige Ertragskraft". Diese habe "trotz des hohen Verkaufsvolumens 2013 und der dadurch gesunkenen Mieterlöse 2014" dabei geholfen, die "Profitabilität des Unternehmens deutlich zu steigern". "Mit einer starken Eigenkapitalquote über 50 Prozent und einem fokussierten und dadurch effizienten Portfolio können wir unseren Aktionären eine Erhöhung der Dividende anbieten."

Man plane eine neue strategische Agenda von heuer bis 2017, so Ettenauer weiters. Diese solle dafür sorgen, dass "neben dem abschließenden Verkauf nicht-strategischer Immobilien und der weiteren Optimierung der Finanzierungsstruktur auch das wertschaffende Wachstum der CA Immo Gruppe innerhalb der definierten Kernmärkte wieder in den Fokus rückt". Schrittweise könne dann die Dividende weiter erhöht werden. (APA, 16.3.2015)

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