Kerry: Iran-Einigung ist "in den nächsten Tagen" möglich

16. März 2015, 18:00
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Der US-Außenminister forderte die Verhandler in Lausanne auf, die Chance auf einen Deal zu ergreifen

Lausanne/Brüssel - Die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm gehen in die heiße Phase. Gut zwei Wochen vor dem Ende der Frist für ein Rahmenabkommen zeigte sich US-Außenminister John Kerry vor Gesprächen mit seinem iranischen Kollegen Javad Zarif am Montag in Lausanne verhalten zuversichtlich: Trotz Differenzen sei eine Einigung "in den nächsten Tagen" möglich. Auch die iranische Seite gab sich vor den 18 allein für diese Woche geplanten Gesprächsrunden optimistisch.

Bis Ende März soll ein Rahmenabkommen stehen, bis Ende Juni dann eine Gesamtübereinkunft. Eine weitere Verlängerung schließen beide Seiten nach aktuellem Stand aus, sollte es bis dahin keinen Rahmenkonsens geben.

"Chance ergreifen"

Noch am Montag sollte Zarif in Brüssel am Rande des EU-Außenministerrats mit seinen Amtskollegen aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien sowie EU-Offiziellen unter der Führung der Außenbeauftragten Federica Mogherini zusammenkommen. Der deutsche Verhandler Frank-Walter Steinmeier: "Wenn wir die Chance haben, diesen Konflikt nach zehn Jahren Verhandlungen zu Ende zu bringen, sollten wir diese Chance ergreifen." Sein britischer Kollege Phil Hammond sekundierte, man sei näher an einer Lösung als bisher, es müsse aber noch weitere Fortschritte geben. (jdh, red, DER STANDARD, 17.3.2015)

  • Skeptischer Blick, hoffnungsfrohe Aussagen: Für US-Außenminister John Kerry geht es in den kommenden Tagen bei den Iran-Verhandlungen ans Eingemachte
    foto: ap / jean-christophe bott

    Skeptischer Blick, hoffnungsfrohe Aussagen: Für US-Außenminister John Kerry geht es in den kommenden Tagen bei den Iran-Verhandlungen ans Eingemachte

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