OPEC sieht weiteren Ölbedarf 2015

16. März 2015, 17:18
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Hälfte des Zuwachses heuer durch China und Nahost

Wien - Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) rechnet für 2015 weiter mit einem leichten Plus des Welt-Ölverbrauchs um 1,3 Prozent auf 92,37 Mio. Fass im Tagesschnitt. Die Nachfrage nach schwarzem Gold der eigenen Mitglieder sieht das Kartell im neuen Monatsbericht unverändert bei 29,2 Mio. Barrel täglich - fast ein Drittel (31,6 Prozent) des Weltvolumens, nach 31,9 Prozent voriges Jahr.

Ungefähr die Hälfte des Zuwachses beim globalen Ölhunger werde von China und dem Nahen Osten ausgehen, heißt es im Bericht von Montag. Chinas Bedarf dürfte demnach heuer um fast 3 Prozent auf im Schnitt 10,77 Mio. Fass pro Tag klettern - ein Neuntel der Weltmenge. In Nahost dürfte der Bedarf um 3,5 Prozent auf 8,34 Mio. Fass/Tag wachsen, in der OECD insgesamt bei 45,77 Mio. Fass stagnieren, darunter in Europa um 0,7 Prozent auf 13,36 Mio. Fass/Tag sinken.

Die Nachfrage nach OPEC-Öl dürfte nach Schätzung der Organisation 2015 im Schnitt 29,2 Mio. Barrel pro Tag ausmachen, nach 29,1 Mio. Fass (je 159 Liter) im Vorjahr. Im Februar dürfte der OPEC-Weltmarktanteil bei 32,1 Prozent gelegen sein und die globale Ölförderung 93,57 Mio. Barrel pro Tag (mb/d) betragen haben, nur etwas mehr als die ursprünglich für Jänner gemeldete Menge von 93,15 mb/d.

Saudi Arabien vor VAE

Die OPEC-Mitglieder dürften im Februar laut Sekundärquellen zusammen rund 30,25 Mio. Fass täglich gefördert haben, um 338.000 b/d weniger als im Monat davor. Von der Gesamtmenge bestritt demnach wie üblich fast ein Drittel Saudi-Arabien mit 9,64 mb/d, gefolgt vom Iran mit 3,01 mb/d, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) mit 2,98 mb/d und Kuwait mit 2,85 mb/d. Der Irak und Venezuela lagen bei 2,85 bzw. 2,74 mb/d.

In dem von Unruhen erschütterten Libyen, wo die OMV ihre Produktion schon vor längerer Zeit eingestellt hat, sackte die Förderung im Februar dieser Quelle zufolge den vierten Monat in Folge ab - auf nur noch 311.000 Fass im Tagesschnitt. Im Jänner waren es noch 346.000 Barrel gewesen - im vorvorigen Jahr (2013) freilich noch 928.000 Fass und 2012 sogar 1,39 Mio. Fass. 2013 war Libyen für Österreich noch viertwichtigster Öllieferant gewesen. Damals hatte Österreich aus dem Land Erdöl um 465 Mio. Euro importiert, voriges Jahr (2014) von Jänner bis November sogar noch für 600 Mio. Euro, mehr als 2013, wie der österreichische Wirtschaftsdelegierte Martin Woller vorige Woche sagte. (APA, 16.3.2015)

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