AVM stellt neue FRITZ!Box-Modelle vor

16. März 2015, 15:36
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Erstmals auch Geräte ohne eingebautes Modem

Im Rahmen der CeBIT 2015 in Hannover stellte der deutsche Netzwerkhersteller AVM neue FRITZ!Box-Router vor. Auffällig ist, dass es sich dabei teilweise auch um Geräte ohne eingebautem Modem handelt. Wie Heise.de berichtet, wurden auch Verkaufszahlen aller "WLAN-Geräte" im Jahr 2014 veröffentlicht . Alle Hersteller zusammen konnten demnach im vergangenen Jahr 4,5 Milliarden Produkte verkaufen.

Reine WLAN-Router

AVMs neuer "High-End WLAN-Router" heißt FRITZ!Box 4080 und ist mit Kabel- und DSL-Anschlüssen sowie Glasfasermodems kompatibel. Das Gerät unterstützt WLAN AC Wave 2 und MU-MIMO (Multi-User Multiple Input Multiple Output) und funkt auf zwei Frequenzen: 4 x 4 Multi-User MIMO auf 5 GHz und 4 x 4 MIMO auf 2,4 GHz. Dadurch kann der Router mehrere WLAN-Anwendungen gleichzeitig mit Geschwindigkeiten von bis zu 2,5 GBit/s abwickeln. An Anschlüssen bietet die FRITZ!Box 4080 einen Gigabit-WAN-Port, vier Gigabit-LAN-Ports sowie zwei USB-3.0-Anschlüsse. Das Paket umfasst außerdem zwei analoge Telefonanschlüsse, eine DECT-Basisstation sowie einen internernen ISDN-Anschluss. Der WLAN-Router erscheint im zweiten Halbjahr 2015 zu einem Preis von 249 Euro.

Die neue Einsteigervariante mit einem Preis von 59 Euro hört auf den Namen FRITZ!Box 4020 und ist laut Herstellerangaben die "kleinste FRITZ!Box aller Zeiten". Sie besitzt einen WAN-Port und vier LAN-Anschlüsse sowie WLAN N mit 450 MBit/s. Das Gerät soll im zweiten Quartal 2015 erscheinen.

Für unterwegs

Die FRITZ!Box 6820 LTE ist sowohl für den mobilen als auch den stationären Gebrauch konzipiert und kann 3G oder 4G nutzen, zwischen denen je nach Verfügbarkeit gewechselt wird. Die Box schafft bis zu 150 MBit/s im Downstream und 50 MBit/s im Upstream und das integrierte Mobilfunkmodem erreicht im UMTS-Modus mittels HSPA+ bis zu 42 MBit/s. Der Router besitzt zudem ein WLAN-Modul für das 2,4-GHz-Band, das brutto 450 MBit/s erreicht und einen Gigabit-LAN-Anschluss. Die FRITZ!Box 6820 LTE soll im dritten Quartal 2015 erscheinen, einen Preis kommunizierte AVM bis dato nicht.

Käufer, die Wert auf ein eingebautes DSL-Modem legen, können zur Fritzbox 7430 greifen, die sich auch für reine IP-Anschlüsse eignet. Mittels VDSL Vectoring sind Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s möglich. Das WLAN-Modul kommuniziert im 2,4-GHz-Band und erreicht bis zu 450 MBit/s (3x3-MIMO). Das im zweiten Quartal 2015 für 129 Euro erscheinende Gerät bietet noch vier Fast-Ethernet-LAN-, einen USB-2.0-Anschluss, einen Analogtelefonanschluss, DECT-Basis und eine Telefonanlage.

Zukunftsmusik

Neben den neuen Produkten wurde auch ein Prototyp vorgestellt, der im Rahmen der " FRITZ!Box Cable"-Studie die Zukunft des kabelgebundenen Internetzugangs illustrieren soll. Das experimentelle Modell sei bereits für die Kabelmodem-Spezifikation DOCSIS 3.1 optimiert und schaffe bei der Bündelung von 32 Kanälen bis zu 1,7 GBit/s im Downstream und bei acht gebündelten Kanalen bis zu 240 MBit/s im Upstream. Das integrierte WLAN-Modul entspricht im Wesentlichem dem der FRITZ!Box 4080. Im 2,4-GHz-Bereich funkt das Modul mit vier Streams und kommt so auf bis zu 600 MBit/s brutto, mit aktiviertem Turbo-Modus QAM256 sind sogar bis zu 800 MBit/s brutto möglich. (ul, derStandard.at, 6.3.2015)

  • FRITZ!Box 4080
    foto: avm

    FRITZ!Box 4080

  • FRITZ!Box 4020
    foto: avm

    FRITZ!Box 4020

  • FRITZ!Box 6820 LTE
    foto: avm

    FRITZ!Box 6820 LTE

  • FRITZ!Box 7430
    foto: avm

    FRITZ!Box 7430

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