Schwede muss Ex-Freundin Entschädigung für Sexvideo zahlen

16. März 2015, 14:26
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20-Jähriger hatte Aufnahmen auf Pornoseiten hochgeladen

Stockholm – Ein Schwede muss seiner Ex-Freundin eine Entschädigung zahlen, weil er ein privates Sexvideo der beiden ins Internet gestellt hatte. Der Oberste Gerichtshof in Stockholm verurteilte den 20-Jährigen am Montag zur Zahlung von 76.000 Kronen (8300 Euro).

Er habe seiner damaligen Freundin "Angst, Erniedrigung und Scham" zugefügt, als er das Video im Jahr 2012 ohne ihr Wissen auf zwei Pornoseiten hochgeladen hatte, entschieden die Richter. Der Fall hatte in Schweden für großes Aufsehen gesorgt. 2013 hatte ein Berufungsgericht eine vom Bezirksgericht in Jönköping verhängte Entschädigungszahlung von 136.000 Kronen auf 31.000 Kronen heruntergeschraubt – mit der Begründung, dass es heutzutage "sozial akzeptiert" sei, offen mit seiner Sexualität umzugehen. Entschädigungssummen müssten sich an den "vorherrschenden ethischen und gesellschaftlichen Werten" orientieren.

Der Oberste Gerichtshof wies diese Auffassung nun in letzter Instanz zurück. Die Veröffentlichung des Videos sei eine "schwerwiegende Verletzung" des Ansehens und des Privatlebens der betroffenen Frau, erklärten die Richter. (APA, 16.3.2015)

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