Konsequenzen falscher Personalentscheidungen

16. März 2015, 13:01
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Produktivitäts- und Motivationsverluste, erhöhte Recruitingkosten – die Auswirkungen von Fehleinschätzungen im Recruiting reichen von Umsatzeinbußen bis zu Kundenverlusten

Die hohen Erwartungen von Unternehmen in neue Mitarbeiter werden häufig nicht erfüllt: Die überwiegende Mehrheit der Personalentscheider (76 Prozent) hat bereits einen Mitarbeiter eingestellt, der hinter den an ihn gestellten Erwartungen geblieben ist, so lautet ein Ergebnis der Arbeitsmarktstudie von Robert Half.

Nach den Auswirkungen personeller Fehlentscheidungen gefragt, befürchtet fast die Hälfte der 100 österreichischen HR-Manager (46 Prozent), die an der Studie teilgenommen haben, den Einfluss auf die Produktivität des Unternehmens. Weitere 12 Prozent sehen das Hauptproblem in der Entstehung finanzieller Kosten. Die durch eine Fehleinstellung entstandene Unruhe und die negativen Auswirkungen auf die Arbeitsmoral im Team sind für mehr als jeden dritten Befragten (34 Prozent) die größte Sorge.

Fast alle Personalentscheider (92 Prozent) sehen das Recruiting als große Herausforderung an. Denn in manchen Branchen ist schon jetzt das Angebot an offenen Stellen in Österreich größer als die Anzahl qualifizierter Fachkräfte. Mit dem Mangel an Fachkräften mit Spezialwissen oder für Nischenbereiche begründen daher auch mehr als die Hälfte der Befragten die Probleme bei der Personalsuche. Zu wenig Bewerber stünden der Nachfrage gegenüber glauben 22 Prozent der befragten Personalentscheider. 17 Prozent beklagen außerdem die unzureichenden kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Kenntnisse von Bewerbern.

"Um das Risiko einer falschen und in Folge kostenintensiven Personalentscheidung zu minimieren, müssen Arbeitgeber ihre Recruiting-Prozesse regelmäßig auf den Prüfstand stellen und an aktuelle Marktbedingungen anpassen. Die Fachabteilung muss dafür sehr eng mit der HR-Abteilung oder dem externen Personaldienstleister zusammenarbeiten und einen optimalen Recruiting-Prozess aufstellen: Vom passgenauen Anforderungsprofil der Stelle, über die Suche im eigenen Netzwerk sowie aktiven und passiven Bewerbermarkt, hin zu professionellen Bewerbungsgesprächen und nicht zuletzt einem erfolgreichen Onboarding-Prozess", rät Sven Hennige, Senior Managing Director Central Europe & The Netherlands bei Robert Half. (red)

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