Wohnkredite: AK rät zu "Vergleichen und Verhandeln"

16. März 2015, 10:47
2 Postings

Die Arbeiterkammer (AK) weist auf beachtliche Unterschiede bei Hypothekarkrediten hin. Ein Test der AK-Experten habe ergeben, dass sich Konsumenten mit bester Bonität für einen 100.000-Euro-Kredit mit einer Laufzeit von 20 Jahren bis zu 10.900 Euro ersparen können, Konsumenten mit ausreichender Bonität immerhin bis zu 7000 Euro.

Beste Bonität im Vergleich zu ausreichender Bonität bedeute nämlich auch Vorteile bei den Nebenkosten wie Bearbeitungsgebühr, Schätzkosten für die Immobilie oder die Höhe der Pfandrechtseintragungsgebühr. Diese Nebenkosten würden zwischen zwei (günstig) und 5,4 Prozent (teuer) vom aufgenommenen Kreditbetrag ausmachen.

"Zinsspanne verhandelbar, aber bonitätsabhängig"

Verhandeln sei diesbezüglich "das A und O", sagt AK-Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic. "Üblicherweise wird der reine Zinsaufschlag, die Marge, als wichtigster Vergleichsparameter herangezogen. Die Zinsspanne ist verhandelbar, jedoch sehr bonitätsabhängig. Das heißt, je besser die Bonität, desto günstiger die Zinsspanne."

Die aktuellen Sollzinsen inklusive Aufschläge betragen 1,5 bis zwei Prozent bei ausreichender Bonität und ein bis 1,75 bei bester Bonität. Die Bearbeitungsgebühr macht zwischen 0,5 und drei Prozent aus. Für die einmalig verrechneten Schätzkosten der Immobilie verlangen Banken bis zu 700 Euro. Für die Bonitätsprüfung können bis zu 21 Euro anfallen. (red, DER STANDARD, 14.3.2015)

Share if you care.