Athen lässt Schwarzgeld in der Schweiz liegen

16. März 2015, 10:27
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Laut einem Medienbericht gibt es seit gut einem Jahr ein Angebot der Schweizer Steuerfahnder, griechische Vermögen aufzuspüren

Athen/Zürich - Athen lässt sich einem Medienbericht zufolge Steuernachzahlungen auf Millionenvermögen griechischer Bürger in der Schweiz entgehen. Wie die Zeitung "Welt" am Sonntag berichtete, liegt schon seit Februar 2014 ein Angebot des Schweizer Staatssekretariats für internationale Finanzfragen vor, dieses Geld aufzuspüren und nach Athen zu überweisen.

Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis und auch seine Vorgänger hätten sich aber nie gemeldet, wie die Behörde bestätigt habe.

Nach Statistiken der Schweizer Notenbank sind rund 800 Millionen Euro griechisches Vermögen in der Schweiz. Diese Zahl wurde Ende 2013 ermittelt. Ein großer Teil der Zinseinnahmen auf dieses Geld dürfte unversteuert geblieben sein. Mittlerweile könnte es um noch mehr Geld gehen, weil viele Griechen in der aktuellen Krise ihre Bankkonten leergeräumt haben. (APA, 16.3.2015)

Hinweis: "Nach Statistiken der Schweizer Notenbank sind rund 800 Millionen Euro griechisches Vermögen in der Schweiz." Die frühere Meldung wurde mittlerweile von der "Welt" korrigiert. Auch wir haben den Artikel nun angepasst.

  • Rund 800 Millionen Euro an griechischem Vermögen sollen sich in der Schweiz befinden.
    foto: apa/epa/jens büttner

    Rund 800 Millionen Euro an griechischem Vermögen sollen sich in der Schweiz befinden.

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