BZÖ bietet Stenzel politische Heimat an

16. März 2015, 11:08
111 Postings

BZÖ-Chef Groß: Die Vorsteherin des 1. Bezirks Wien wird mit "menschenverachtendem Zynismus" behandelt. Stenzel lehnt Angebot ab

Wien – Das Wiener BZÖ will Ursula Stenzel (ÖVP) abwerben. In einer Aussendung vom Montag bietet die Partei der Bezirksvorsteherin des ersten Bezirks eine "neue politische Heimat an". Die Volkspartei lässt Stenzel bei der Wien-Wahl im 11. Oktober nicht mehr antreten. Sie hatte daraufhin ankündigt, Bezirksvorsteherin bleiben zu wollen. Laut ihrer Sprecherin will Stenzel das Angebot nicht annehmen.

Noch hat Stenzel nicht entschieden, ob sie tatsächlich mit einer eigenen Liste antritt. Offenbar versucht sie hinter den Kulissen, die Entscheidung ihrer Partei rückgängig zu machen. Die ÖVP hat allerdings schon Markus Figl als Spitzenkandidaten fixiert.

"Menschenverachtender Zynismus"

"Der Umgang mit Ursula Stenzel innerhalb der ÖVP grenzt an menschenverachtenden Zynismus", sagt nun BZÖ-Chef Gerald Groß. Sicherlich teile seine Partei nicht jede politische Vorstellung mit Stenzel, doch "respektieren wir ihren ungeheuren Einsatz, den sie für die Wiener City erbracht hat und noch erbringen will". Er lade deshalb die Bezirksvorsteherin ein, "mit uns ein Stück des Weges zu gehen".

Stenzel lehnt das Angebot ab. "Bezirksvorsteherin Stenzel wird keiner anderen Partei beitreten", sagt die Sprecherin der Politikerin auf Anfrage von derStandard.at.

Das BZÖ Wien hat vergangene Woche Kandidaten für die Bezirksvertretungswahlen im ersten Bezirk präsentiert. Unter den Kandidaten befinden sich das Model Cyril Radlher, Ex-"Miss Earth" Sandra Seidl, die Malerin Verena Auersperg und Seniorensprecher Dieter Schärf. (red, derStandard.at, 16.3.2015)

  • Stenzel will Bezirksvorsteherin bleiben.
    foto: apa/pfarrhofer

    Stenzel will Bezirksvorsteherin bleiben.

Share if you care.