Nächste Runde im Clinch mit CCA: Demner, Merlicek & Bergmann lässt Anwalt prüfen

15. März 2015, 17:45
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Doppelgänger-Regelung hätte nicht zur Anwendung kommen dürfen, so die Agentur

Wien - Das Ping-Pong-Spiel zwischen Demner, Merlicek & Bergmann und dem Creativ Club Austria (CCA) geht munter weiter. Nachdem der CCA am Freitag in einer Pressekonferenz erläuterte, warum die Arbeit für die Roten Nasen nicht akzeptiert wurde, ist nun wieder Demner, Merlicek & Bergmann an der Reihe.

In einem Statement, das im Namen aller zwölf CCA-Mitglieder verfasst wurde, wehrt sich Demner, Merlicek & Bergmann gegen die nach Ansicht der Agentur ungerechtfertigte Disqualifikation einer Arbeit, die ins Rennen um die CCA-Preise geschickt wurde. Wie berichtet hat daraufhin Demner, Merlicek & Bergmann alle eingereichten Arbeiten zurückgezogen.

Doppelgänger-Regelung

"Der Vorstand konnte - weit über die zulässige Frist von 3 Tagen - keine Originalarbeit vorlegen, bloß Zeitungsartikel, die aber in keinerlei vorzeigbarer Werbung resultiert sind", so die Agentur zur Anwendung der Doppelgänger-Regelung als Ausschlussgrund.

"Weit nach der zulässigen Einspruchsfrist" sei ein Schwenk in Richtung "technologischer Doppelgänger" erfolgt, wird kritisiert. Und: "Bei der Roten Nasen-Arbeit wurde eine Kampagne entwickelt, die die Möglichkeit bietet 'barrierefrei' - also ohne Registrierung, Kreditkarte etc. zu spenden (nach Drücken des roten Knopfs der Fernbedienung und mit Belastung des Spendenbetrages auf der A1-Rechnung)."

Die Technologie sei ein Teil der Kampagne, nicht die Kampagne selbst, so Demner, Merlicek & Bergmann.

Regeln

In den CCA-Statuten heißt es: "Um Arbeiten nicht ungerechtfertigt zu verdächtigen, soll die Diskussion darüber nach der Jury stattfinden. Wenn ein Juror in einer Arbeit einen 'Doppelgänger' erkennt, kann er dies während der Jurysitzung unter vier Augen dem Juryvorsitzenden mitteilen. Erst nach der Sit- zung wird diesem Hinweis nachgegangen. Sollte sich auf der kompletten Ergebnisliste ein 'Doppelgänger' finden, sind ordentliche CCA-Mitglieder berechtigt, darauf hinzuweisen. In beiden Fällen muss dem CCA-Vorstand die Originalarbeit vorgelegt werden mit der Begründung, warum es sich sowohl um dieselbe Idee als auch um dieselbe Umsetzung handelt. Dieser Hinweis kann innerhalb von drei Werktagen nach der Jurysitzung des CCA (Einspruchsfrist) erfolgen, dann entscheidet der CCA-Vorstand darüber."

Die Causa wurde einem Rechtsanwalt zur Überprüfung gegeben. Dieser komme laut Agentur unter anderem zu dem Schluss, dass der CCA die Einspruchsfrist nicht eingehalten habe.

Der CCA überreicht seine Preise am Dienstag, 17. März - die Shortlist finden Sie hier (pdf). (red, derStandard.at, 15.3.2015)

  • Der rote Knopf für die Roten Nasen sorgt für dicke Luft zwischen Demner, Merlicek & Bergmann und dem CCA.
    foto: dmb

    Der rote Knopf für die Roten Nasen sorgt für dicke Luft zwischen Demner, Merlicek & Bergmann und dem CCA.

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