CIA-Million für Afghanistan landete offenbar bei der Al-Kaida

15. März 2015, 09:20
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"New York Times": US-Geheimdienst schickt Regierung in Kabul jedes Monat Bargeld für Geheimoperationen

Washington - Etwa eine Million Dollar aus einem geheimen US-Fonds für die afghanische Regierung sind einer Zeitung zufolge bei der Al-Kaida gelandet. Wie die "New York Times" am Samstag unter Berufung auf Gerichtsunterlagen berichtete, gehörte das Geld zu einer Summe von fünf Millionen US-Dollar, die die Regierung in Kabul 2010 für die Freilassung eines Generalkonsuls aus der Geiselhaft der Islamisten zahlte.

Dem Blatt zufolge schaffte der US-Geheimdienst CIA jeden Monat Bargeld nach Afghanistan. Die Regierung dort habe es unter anderem verwendet, um sich die Unterstützung von Stammesfürsten zu kaufen. Unter Berufung auf afghanische Regierungskreise berichtete die Zeitung, seit dem Amtsantritt von Präsident Ashraf Ghani seien diese Zahlungen zurückgegangen.

Dem Bericht zufolge war Al-Kaida-Chef Osama bin Laden zuerst misstrauisch, was die CIA-Million anging. Er habe befürchtet, dass der Geheimdienst das Geld vergiftet oder bestrahlt haben könnte oder dass darin Peilsender versteckt seien. Dies gehe aus Schreiben hervor, die US-Soldaten bei der Tötung von Bin Laden 2011 in Pakistan erbeutet hatten. Die Dokumente seien als Beweise bei dem Verfahren gegen den Islamisten Abid Nassir in New York eingereicht worden. (APA/Reuters, 15.3.2015)

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