Mediaprint: Entlassungen nach Arbeitsrechtkonflikt

13. März 2015, 15:30
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Vorwurf der Manipulation von Arbeitszeitaufzeichnungen und Stundenabrechnungen

Wien - Ein arbeitsrechtlicher Konflikt beschäftigt derzeit die Druckereien der Mediaprint, der gemeinsamen Anzeigen-, Druck- und Vertriebsgesellschaft von "Kronen Zeitung" und "Kurier". Nach APA-Informationen wurden in der Wiener Mediaprint-Druckerei an die 15 von etwa 80 Mitarbeitern wegen des Vorwurfs der Manipulation von Arbeitszeitaufzeichnungen und Stundenabrechnungen fristlos entlassen, darunter auch mehrere sogenannte "Obermeister", die für die Organisation der Produktion zuständig sind.

Die Mediaprint prüft dem Vernehmen nach auch mögliche Betrugsanzeigen und Schadenersatzforderungen gegen die betroffenen Mitarbeiter. Der zuständige Mediaprint-Geschäftsführer Axel Bogocz sowie Mediaprint-Konzernbetriebsrat Alois Freitag waren am Freitag vorerst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Zeitungsdrucker erhalten laut Kollektivvertrag bei einer 37-Stunden-Woche ein durchschnittliches Jahresgehalt von über 90.000 Euro. "Obermeister" verdienen bis zu 190.000 Euro, bei Druckereien mit Betriebsvereinbarung sogar mehr. (APA, 13.3.2015)

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