Um Finanzwissen ist es schlecht bestellt

13. März 2015, 14:26
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Bankverantwortliche an Bildungspolitiker: "Financial Education" auf die Lehrpläne setzen, regionale Pilotprojekte ausrollen

Wien - Banken- und Schuldenkrisen beherrschten auch diese Woche die Schlagzeilen. Die wenigsten bekamen mit, dass am heutigen Freitag die "European Money Week" zu Ende gegangen ist. Das war eine Initiative des Europäischen Bankenverbands. In Österreich ging es unter anderem um die (mangelnde) Finanzbildung und wie dabei Schulen und Schülern unter die Arme gegriffen werden kann.

Nicht selten führt der Wissensmangel zur Schuldnerberatung. "Dann ist es aber schon zu spät", warnte der Generalsekretär des Bankenverbandes, Gerald Resch am Freitag. Etwas mehr Finanzwissen auch bei Entscheidungsträgern hätte vielleicht die eine oder andere Krise vermieden, hieß es vor Journalisten bei einer Bankenverbands-Pressekonferenz. Deutlicher wurde man da aber nicht.

Forderungen der Bankverantwortlichen

Einige Forderungen von Bankverantwortlichen an die Bildungspolitiker: "Financial Education" auf die Lehrpläne setzen, nicht bloß wahlweise, Wirtschaftskunde vom Fach Geografie entkoppeln, regionale Pilotprojekte österreichweit ausrollen. Die Chefin der Kärntner BKS, Herta Stockbauer, berichtete von ernüchternden Umfragen: Nur ein Drittel von mehr als 400 Wirtschaftsstudenten und HAK-Schülern konnten den Sparbuch-Zinsertrag richtig ausrechnen. In einer anderen Studie wussten nur 12 Prozent der befragten HAK-SchülerInnen, was eine Reallohnsteigerung ist.

16-, 17-, oder 18Jährige wüssten mit der "Bankensprache" kaum etwas anzufangen. Dem will die Bank Austria mit Workshops und einem online-Portal abhelfen. Auch ihr Chef Willibald Cernko reitet zu Diskussionen in Schulklassen aus. (APA, 13.3.2015)

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