Fünf Monate bedingt für Kärntner Polizisten wegen Amtsmissbrauchs

13. März 2015, 14:08
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Geld aus Organstrafen nicht fristgerecht weitergeleitet - 300 Euro für "Extra-Bewachung" von Privathaus kassiert - Urteil nicht rechtskräftig

Klagenfurt - Ein 51-jähriger Kärntner Polizist ist am Freitag am Landesgericht Klagenfurt wegen Amtsmissbrauchs zu fünf Monaten bedingter Haft und 3.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Laut Anklage hatte er das aus Organstrafen kassierte Geld nicht zeitgerecht an die Bezirkshauptmannschaft weitergeleitet und 300 Euro für die "Extra-Bewachung" eines Hauses kassiert. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Postenkommandant verantwortete sich vor Gericht geständig. Aus "Schlamperei" und "Überforderung" habe er die Gelder nicht fristgerecht weitergegeben. Der 51-Jährige gab auch zu, 300 Euro von einem Hausbesitzer bekommen zu haben, damit die Polizei während eines Urlaubs auf das Anwesen schaut.

Wie es mit der Karriere des Polizisten weitergeht, war vorerst offen. Auf das Strafverfahren folgt nämlich ein polizeiinternes Disziplinarverfahren. (APA, 13.3.2015)

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