Klick für Klick ins Büro der Zukunft

16. März 2015, 05:30
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Mit einer neuen Online-Applikation kann man ganz schnell seinen Arbeitsplatz planen - zumindest virtuell

Dass die Gestaltung des Arbeitsplatzes für das Wohlbefinden der Mitarbeiter eine wesentliche Rolle spielt, wurde bereits in zahlreichen Studien thematisiert. Nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für die Zufriedenheit und damit die Motivation ist es entscheidend, ob genügend Freiraum im Büro besteht, die Lichtverhältnisse gut sind, es auch Ecken zum Austauschen und sich erholen gibt.

"In vielen großen Unternehmen ist diese Botschaft angekommen und wurde auch umgesetzt", sagt Sigrid Mayer, Director of Innovations, Products and Design bei Bene. Dennoch gebe es noch genug Beispiele, denen bei der Bürogestaltung und der Optimierung der Arbeitsplätze noch die Orientierung fehle. Bene nahm diese Gruppe zum Anlass für den "Office Maker": Mit dem Online-Tool sollen Nutzerinnen und Nutzer auf spielerische Weise ihr Büro planen können. "Wir wollen keine Profis ansprechen - die spielerische Gestaltung der Applikation haben wir gewählt, um Leute zu animieren", sagt Mayer.

Ein Algorithmus für das ideale Büro

Bei der exklusiven Präsentation des Office Maker im Bene Schauraum führt Angelika Molk, Projektleiterin des Office Makers, durch die Spielwiese. "Hinter dem Tool steckt ein Algorithmus, der mit jedem weiteren Klick Live eine Lösung generiert. Es gibt also keinen Pool an X-Lösungen", sagt Molk zum technischen Hintergrund. Die Applikation funktioniert auf PCs, Smartphones und Tablets - alles was man braucht ist eine Internetverbindung. Entwickelt wurde der Office Maker in Zusammenarbeit mit "Adaptive Architektur" und "WMD-Branding", einem Team von Spezialisten für innovative Planungsmethoden.

Um sein Büro zu gestalten beantwortet man die Fragen des Office Makers aus jeweils drei Antwortmöglichkeiten. Soll das neue Büro informelle Kommunikation unterstützen? Welches Image soll das neue Büro vermitteln? Werden häufig Gäste empfangen? Die wichtigste Frage dreht sich aber um den Arbeitsalltag der Mitarbeiter. Hier soll man als Nutzer die Verteilung von vier Arbeitstypen angeben: Gibt es hauptsächlich "Anchors" - also Mitarbeiter die überwiegend am Platz bleiben und somit einen eigenen Tisch brauchen, "Gatherers" - etwas weniger verankerte Mitarbeiter, "Connectors" - die auch die meiste Zeit im Office verbringen, aber in unterschiedlichen Zonen und Bereichen unterwegs sind, oder als letzter Typ "Navigators" - hier wird die meiste Zeit außerhalb des Büros gearbeitet, etwa Außendienstmitarbeiter.

Desk Sharing und papierloses Büro

Während man sich auf der linken Seite des Office Makers immer entscheiden muss, sieht man rechts gleich die Veränderungen, welche die unterschiedlichen Antworten mit sich bringen. Bei vielen Navigators gibt es demnach weniger fixe Arbeitsplätze, Desk Sharing ist hier größeres Thema. "In Österreich ist das noch nicht so weit verbreitet", weiß Mayer. "Auch das papierlose Büro, von dem seit Jahren die Rede ist, ist noch nicht ganz angekommen." Auch auf den wirtschaftlichen Aspekt einer Planung nach den Arbeitsgewohnheiten der Mitarbeiter macht Mayer aufmerksam: "Wenn ich nur fixe Schreibtische in ein Büro stelle, aber die Hälfte der Mitarbeiter immer unterwegs ist und die Tische nicht braucht, ist das alles andere als wirtschaftlich."

Beim Office Maker handelt es sich zwar nur um ein spielerisches Tool, mit dem man sehen kann wie sich die unterschiedlichen Entscheidungen im Büro niederschlagen. In einem nächsten Schritt haben potenzielle Kunden dann die Möglichkeit, den Planungsvorschlag gemeinsam mit Bene zu diskutieren und eine Bürolandschaft zu gestalten. "Auch im so genannten 'Run for Talents' ist es ein wichtiges Thema geworden, wie die Büros aussehen. Bewerbern ist das zunehmend wichtig - es ist ein Gesamtpaket gefragt", streicht Mayer die Bedeutung von innovativen Bürolösungen hervor.

Wie sieht Ihr Büro aus?

Wie innovativ ist ihr Büro? Gibt es Rückzugsorte, Licht und Pflanzen oder arbeiten Sie noch "Oldschool" in getrennten Büros? Welches sind für Sie überzeugende Lösungen für einen angenehmen Arbeitsplatz und was ist zu viel? Diskutieren Sie im Forum. (lhag, derStandard.at, 13.3.2015)

  • Ein Büro soll laut Bene sowohl "Me", als auch "We-Places" haben.
    bene

    Ein Büro soll laut Bene sowohl "Me", als auch "We-Places" haben.

  • Desk Sharing sei in Österreich noch nicht angekommen, sagt Sigrid Mayer von Bene.
    foto: bene

    Desk Sharing sei in Österreich noch nicht angekommen, sagt Sigrid Mayer von Bene.

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