Mazes Vorlage, Fenningers Konter

12. März 2015, 18:30
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Aare als Ort der Vorentscheidung im Gesamtweltcup - Riesentorlauf am Freitag, Slalom am Samstag

Zum zweiten Mal in der zu Ende gehenden Weltcupsaison machen die alpinen Ski-Damen Station in Aare. Dieses Mal plangemäß, während im Dezember die wegen Schneemangels in Courchevel abgesagten Rennen in den WM-Ort von 2007 und 2019 verlegt worden waren. Tina Maze heimste den Sieg im Riesentorlauf und Platz zwei im Slalom ein, Gesamtweltcup-Titelverteidigerin Anna Fenninger war RTL-Sechste.

Schafft die Slowenin Maze auf einem ihrer Erfolgshänge am Freitag (Riesentorlauf/16.00/19.00 Uhr) und Samstag (Slalom/10.30/13.30 jeweils live ORF eins) eine ähnliche Ausbeute, könnte das auch eine kleine Vorentscheidung im Gesamtweltcup bedeuten. Aktuell hat Maze nur 44 Zähler Vorsprung auf Fenninger, allerdings auch die Chance, in den zwei noch ausstehenden Slaloms voll zu punkten.

"Ich bin gern in Aare"

Die Salzburgerin will im Torlauf - voraussichtlich - nur kommende Woche beim Finale in Meribel antreten, sollte es die Gesamtsituation erfordern. Auch die 25-jährige Fenninger fühlt sich in Aare wohl, vor einem Jahr gewann sie beide Riesentorläufe, 2012 war sie Zweite.

"Ich bin gern in Aare, ich hatte hier schon gute Rennen. Aber das hilft mir morgen nicht weiter. Die Zeit geht wieder bei null los. Trotzdem ist es für den Kopf wichtig, dass ich schon gute Erfahrungen hatte. Das will ich mitnehmen. Wie es in den letzten Rennen auch war, will ich das bis zum Schluss durchziehen und die Motivation nach Meribel mitnehmen", hat sich Fenninger für die letzten beiden Stationen und eine erfolgreiche Gesamtweltcup-Titelverteidigung vorgenommen.

"Wenn ich es wieder schaffe, so locker zu sein, kann ich viel Energie sparen und die Energie wieder im Rennen einsetzen, das ist das Ziel. Es ist im Moment nicht immer so leicht, wie es ausschaut, aber ich denke, ich bin auf einem guten Weg und den werde ich verfolgen", lautet die Marschroute der Weltmeisterin vor dem Aare-Nachtbewerb. Flutlichtbewerbe taugen ihr, das Licht bietet meist gute Bedingungen.

Klein und groß

Im Disziplinweltcup führt Fenninger zwei Rennen vor Schluss 46 Zähler vor ihrer Teamkollegin Eva-Maria Brem, die vor einem Jahr in Aare das erste Mal in ihrer Karriere auf dem Podest gestanden und auch im Dezember wieder auf dem dritten Rang gekommen ist. "Die Ergebnisse hier haben gestimmt, ich freue mich, dass wir wieder hier sind und hoffe, dass ich wieder so ein Ergebnis bringen kann. Es ist schon speziell, ein zweites Mal innerhalb eines Winters hier herauf zu fliegen", sagte die Gewinnerin des Weltcup-Riesentorlaufs in Aspen.

Ihre konstanten Saisonleistungen - sieht man vom Ausfall im WM-Rennen ab - geben der Tirolerin "sehr viel Sicherheit und sehr viel Motivation". Die Chance auf eine Kristallkugel zu haben, sei ein Traum, der immer da gewesen sei. "Es ist sehr cool, in welche Richtung sich alles entwickelt hat. Ich hoffe für mich, dass ich in den letzten zwei Rennen das zeigen kann, was ich drauf habe. Und dann, glaube ich, stehen die Chancen sehr gut. Es geht jetzt einfach darum, voll bei der Sache zu sein." (APA, 12.3.2015)

ÖSV-Team für den Damen-Riesentorlauf

Eva-Maria Brem, Stephanie Brunner, Anna Fenninger, Andrea Fischbacher, Michaela Kirchgasser, Ramona Siebenhofer, Carmen Thalmann, Katharina Truppe, Lisa-Maria Zeller, Kathrin Zettel. Das Slalomteam wird erst am Freitag nominiert.

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    foto: ap/trovati
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