Killer: USB-Stick zerstört Laptops

12. März 2015, 18:19
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Schießt negative Spannung durch den Rechner, die in Folge die Schaltkreise überlädt

Über USB-Ports lässt sich aller mögliche Unfug mit Rechnern anstellen. Vom simplen Einschmuggeln von Schadsoftware in ein Firmennetzwerk sind Hacker dabei mittlerweile schon lange entfernt. Zuletzt waren vor allem Angriffe gegen die Firmware der USB Microcontroller en vogue, lässt sich dort doch Schadsoftware praktisch unaufspürbar verstecken - und das Problem ist praktisch kaum zu patchen.

Killer

Ein neues Projekt russischer Hacker hegt ein wesentlich weniger feinsinniges Ziel: Der USB-Killer zerstört beim Anstecken an einem Computer weite Teile von dessen Hardware. Einmal verbunden lädt er zunächst die im Gehäuse versteckten Kondensatoren auf -110 Volt auf. Ist dieser Vorgang abgeschlossen wird - vereinfacht gesprochen - die volle Spannung über das USB-Interface zurückgejagt.

Atombombe

Dieser Vorgang läuft so lange bis alles, das auf diesem Weg erreicht werden kann, zerstört ist. Der unter dem Namen "Dark Purple" agierende russische Hacker bezeichnet den USB Killer selbst als "Atombombe" - macht alles kaputt und darf deswegen nie eingesetzt werden.

Eine Frage des Vertrauens

Für Computernutzer gilt angesichts solcher Gerätschaften der Ratschlag, keine USB-Geräte unbekannter Herkunft an den eigenen Rechner zu hängen. Aber das sollte seit den eingangs erwähnten Firmware-Hacks ohnehin schon jetzt gelten. (red, derStandard.at, 12.3.2015)

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