Gudenus wollte "nächstes Mal sicher" zu Rechtsextremisten-Kongress

12. März 2015, 13:20
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FPÖ-Vizechef bestätigt Inhalt von Email an Veranstalter und spricht von "Höflichkeitsfloskel"

Wien - FPÖ-Vizeparteichef Johann Gudenus hat in einem Email gegenüber dem Veranstalter eines Kongress rechtsextremer Parteien in Russland angekündigt, die FPÖ werde "nächstes Mal sicher kommen". Gudenus bestätigte am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien, das Email geschrieben zu haben, und sprach von einer "Höflichkeitsfloskel".

Vergessene Zusage

Bei dem Kongress in St. Petersburg am 22. März werden Vertreter der griechischen Neonazi-Partei Goldene Morgenröte, der NPD aus Deutschland und weiterer Rechtsaußenparteien erwartet. Gudenus hatte am Dienstag zunächst gegenüber der APA erklärt, nie zu dem Kongress zugesagt zu haben. Nach Auftauchen seines Zusage-Schreibens erklärte er in einer Aussendung, er habe seine Zusage vergessen.

Es gibt immer ein nächstes Mal

In dem nun der APA vorliegenden Email an den Veranstalter schreibt Gudenus, er könne "unglücklicherweise" nicht zum Kongress in St. Petersburg kommen, "weil wir eine wichtige Veranstaltung in Vorbereitung unserer Wahlkampagne vorbereiten". Das Email schließt mit den Worten: "Nächstes Mal kommen wir sicher!".

Millieufrage

Am Mittwoch hatte der FPÖ-Vizechef betont, er habe abgesagt, nachdem er die Teilnehmerliste erhalten habe. Auch am Donnerstag sagte Gudenus: "Teilnehmer wie Goldene Morgenröte, NPD und wie sie alle heißen sind nicht unser Milieu."

Der bei der Pressekonferenz anwesende Parteichef Heinz-Christian Strache erklärte, er sei in der Sache "involviert gewesen". Die FPÖ habe den Veranstaltern gesagt, man wolle Termin und die Teilnehmerliste wissen. Als diese übermittelt wurden, habe man abgesagt. (APA, 12.3.2015)

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