Kanada: Anschlag auf Torontos Finanzviertel vereitelt

12. März 2015, 10:41
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IS-Anhänger wollte laut Regierung Bomben vor der US-Vertretung zünden

Toronto – Kanadische Sicherheitskräfte haben nach Angaben der Regierung einen Anschlag eines Islamisten auf das Finanzviertel von Toronto vereitelt. Ein 33-jähriger Pakistaner sei am Montag festgenommen worden, sagte der Minister für öffentliche Sicherheit, Steven Blaney, am Mittwoch. Es handle sich um einen Anhänger der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS), so Blaney, "der eindeutig bereit war, einen Terrorangriff in Kanada zu verüben". Nach eigenen Angaben sei er in einem Trainingscamp in Nordafrika ausgebildet worden. Zur "National Post" sagte die Grenzschutzbeamtin Jessica Lourenco, dass die Planung "fortgeschritten" gewesen sei.

Die Einwanderungsbehörde erklärte, der Mann habe einem verdeckten Ermittler von seinem Plan erzählt, Bomben vor der US-Vertretung und anderen Gebäuden in dem Stadtteil fernzuzünden. Seit Montag befindet er sich in Untersuchungshaft. Anklage wurde allerdings nicht erhoben, stattdessen prüfen die Behörden eigenen Angaben zufolge eine Ausweisung des Mannes nach Pakistan.

Geheimdienste sollen mehr Befugnisse erhalten

Kanadas Regierung nannte die Festnahme einen Beleg dafür, dass die geplante Ausweitung der Geheimdienstbefugnisse im Kampf gegen den Terrorismus nötig sei. Die Opposition und Juristen haben die Vorlage als unnötig und einen Eingriff in die Bürgerrechte kritisiert. Im Herbst finden in Kanada Wahlen statt. Nach der Tötung von drei kanadischen Soldaten durch Islamisten im vergangenen Jahr dürften Sicherheitsfragen eine zentrale Rolle im Wahlkampf spielen. (APA, Reuters, 12.3.2015)

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